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Einführung eines Feiertags

Jedes Jahr ist in Deutschland ein Bischen mehr Halloween. Dieses Jahr bieten die just heute einsetzenden Herbststürme eine wunderbare Kulisse für Geister, Hexen und Gespenster. Uns allen ist das Fest hinreichend bekannt aus amerikanischen Serien und Filmen. Ursprünglich stammt der Tag, an dem mit erleuchteten Kürbissen versucht wird, böse Geister zu vertreiben, aus dem keltischen, vor allem irischen Raum. Die in den USA weiterentwickelte Tradition - Kinder ziehen um die Häuser und erpressen Süßigkeiten - setzt sich nach und nach auch in Europa durch. Auch wenn unsere Eltern vielfach nicht darauf eingestellt sind, dass ihre Vorgärten verwüstet werden können, wenn sie keine Leckereien im Haus haben. Andererseits kann das in Heeren sowieso jede Nacht geschehen...

Natrlich ist klar, wem diese Tradition gefällt: den Herstellern von Spukkostümen, Süßwaren und natürlich Kürbisfarmern. Aber wer hat eigentlich ein Problem mit diesem Brauch? Wenn auch für die ältere Generation noch etwas ungwohnt, kann doch eine lange Nacht mit Party für die älteren und Schokolade für die Kinder nicht schaden, zumal am 1. November Feiertag ist und ausgeschlafen werden kann.
Nun, die evangelische Kirche in Deutschland ist Gegner des Festes, weil es auf ihren Reformationstag fällt, der dadurch immer mehr in den Hintergrund tritt. Nun, wirkliches Mitleid für die Leute, die heute ihrem Reformator Luther gedenken und dabei gerne unter den Tisch kehren, dass der Geistliche nicht nur Koruption in der Kirche anprangerte, sondern auch fundamentalistischer Christ und radikaler Antisemit war. Die zweite Grupppe, der vor Halloween graust, sind die Karnevalisten. Diese Spezies fürchtet, dass ein zweites Verkleidungsfest ihrer 5. Jahreszeit den Rang abläuft. Kann passieren, wär aber nicht schade drum. Die Tatsache, dass man drei Monate im Jahr jederzeit auf mindestens einem Fernsehsender (meistens WDR, gerne aber auch Mal ARD und ZDF, neuerdings immer häufiger RTL) Reden in rheinischem Dialekt hören muss, bei denen man a) nichts versteht und die b) so unlustig sind, dass selbst Menschen, die de Kölschen mächtig sind, immer einen Tusch (Dödöö) brauchen um zu wissen, wo sie lachen müssen, ist mir schon lange ein Dorn im Auge. In meienr Eigenschaft als Westfale will ich Karneval gar nicht verstehen und ahlte es lieber mit den Traditionen meiner Amerikanischer Freunde, die einen Vorteil haben: Da Halloween hauptsächlich im Dunkeln gefeiert wird, muss ich die schlechten Kostüme meiner Mitmenschen nicht sehen.

Zur Information: Diesjähriges Halloween verkleide ich mich als "Man in Black". Karneval werde ich nächstes Jahr wie immer ignorieren.

haut rein,
dave
31.10.06 17:33
 



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