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Adieu Öl, Adieu Gas

Wenn Menschen versuchen die Zukunft vorherzusagen oder eine Prognose für die technischen und politischen Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte abgeben, scheitern sie regelmäßig, sie werden von der Realität eingeholt. Amüsiert lächelt man heute über Wissenschaftler, die vor fünfzig Jahren vorhersagten, dass 1980 Postraketen zwischen New York und Tokio verkehren würden. Für das Jahr 2000 rechnete man selbstvertändlich mit fliegenden Autos, Dinge wie das Internet hatte niemand auf dem Plan. Wir erinnern uns an die Darstellung von Computern in Science-Fiction-Serien der 60er und 70er Jahre. Die politische Situation nach dem Elften Semptember oder auch nur nach dem Mauerfall hätte vor zwanzig Jahren niemand vorraussagen können. Und selbst der Wetterbericht für den nächsten Tag liegt heute immer noch häufig falsch.
Aus diesem Grund ist bei Leuten, die das Rentenaufkommen im Jahr 2030 berechnet haben wollen oder behaupten, Sachsen-Anhalt habe wahrscheinlich schon in zwölf Jahren weniger Einwohner als Düsseldorf, vorsicht geboten.

Dennoch will ich heute einen kleinen Blick in die Zukunft werfen und zwar energiepolitisch. Die fossilen Brennstoffe Erdöl und -gas werden bis 2100 erschöpft sein. Das Öl wird vermutlich in 30-60 Jahren zu Neige gehen, abhängich von bislang unentdeckten vorkommen und dem Wachstum in Boomnationen wie China und Indien. Auf Gas können wir Expertenmeinungen zu Folge noch 50-80 Jahre zurückgreifen. Wenn wir in diesen Zeiträumen die Energieversorgung nicht vollkommen umgestellt haben, wird unsere Gesellschaft ohne Strom, Autograftstoffe und Wärmenergie dastehen und zursammenbrechen. Leute, die jetzt meinen, man müsse stärker auf potentiell tödlichen Atomstrom zurückgreifen, kann man nur entgegnen, dass auch die Uranvorräte auf der Erde nur noch 50 Jahre reichen werden.

Es geht nicht länger um die Frage, ob es möglich ist, ohne fossile Kraftstoffe zu überleben, die Frage nach dem „Wie“ steht längst auf der Tagesordnung. Es gibt Wege ohne diese Energieträger auszukommen, aber politisch müssen Weichen gestellt werden. Es müssen Bauvorschriften her: Neubauten müssen über Solarzellen auf den Dächern verfügen, sie müssen so ausgerichtet sein, dass diese Zellen den größten Ertrag erzielen. Wärmespeichernde Fenster müssen in neuen Gebäuden zur Pflicht werden. Auch verwändete Baustoffe müssen auf Wärmesicherung ausgerichtet sein. Zusätzlich kann Erdwärme angezapft werden. Aus Pflanzen aller Art lassen sich Kraftstoffe gewinnen, denn auch das heute verwendete Öl ist nicht anderes als Pflanzen, die man ein paar Millionen Jahre unter der Erde liegen gelassen hat. Es ist unabdinglich, die chemischen Abläufe zu erforschen, die aus diesen Urpflanzen Öl gemacht haben, um sie zunächst im Labor und später in Raffinerien nachzuahmen, um aus auf Feldern und in Wäldern gewachsenen Pflanzen Energie zu schaffen. Schweden ist in dieser Entwicklung weit: Unmengen Holz aus den riesigen Wälder werden zur Stromgewinnung verfeuert, ab 2020 will das Land auf Erdölimporte verzichten. Ein ehrgeiziges Ziel, dass aber als ereichbar gilt.

Die Bundesrepublik Deutschland ist im Bereich erneuerbare Energien nach wie vor Weltmarktführer. Nur wenn wir die Kapazitäten an Wind-, Wasser-, Solar-, Biomasse-, und Erdwärmeenergie weiter ausbauen und gleichzeitig Strom sparen (15% unseres Stromverbrauchs gehen für Standbyfunktionen drauf oder dafür, dass die rote Lampe an der Steckdosenleiste leuchtet, auch wenn kein angeschlossenes Gerät an ist), nur wenn wir den Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser durch oben beschriebene Bauvorschriften (Laut einem kürzlich im Magazin „Stern“ erschienenen Artikel können wir den Energieverbracuch durch solche Sparmassnahmen um über 40% senken), wird unsere Gesellschaft das 22. Jahrhundert erleben.

Nochmal: Es geht nicht darum, ob wir ohne Öl und Gas leben können, wir werden es schlicht und einfach müssen!

haut rein,
dave
3.9.06 14:50


Link

Endlich ist die Stufenpage der neuen GSG-Elf am Start. Natürlich inklusive Forum und Usergallerie. Dank an die Leute, die das gemacht haben, selbstverständlich gibt's einen Link www.gsg-elf.de.vu.
3.9.06 22:19


Der Countdown läuft

Ein weiteres Newsupdate zum neuen Tachelesstück, mit der freundlichen Unterstützung von www.theater-tacheles.de.vu

Es ist nicht einmal mehr eine Woche bis zur Premiere von Tacheles' neuem Stück "Schnitzel geht immer". Den Profis von der Jugendkunstschule merkt man die Anspannung jedoch nicht an. Die Probe am vergangenen Donnerstag begann das Team mit einer gemütlichen Tasse Tee. "Tee und Weingummi zu Eröffnung einer Probe sorgen für eine ruhige Stimmung", lässt sich ein Tachelesmitglied zitieren. Der Bühnenshootingstar Sebastian Haushalter, bekannt durch seine Rolle als Tuntenprinz im letzten Stück, spielte sogar zeitweise mit Tee und baute das Heißgetränk in seine Rolle ein. "Genau darum geht es beim Improtheater: Spontanität"

Anderen Gruppen wäre längst das Herz in die Hose gerutscht, denn bis zur Premiere sind es nur noch drei Proben. "Wir haben am Donnerstag noch ein Bischen an einzelnen Szenen geprockelt, jetzt wird immer durchgespielt." Dienstag findet eine Durchlaufprobe statt, am Donnerstag die in Theaterkreisen berüchtigte Hauptprobe, bevor Freitag die Generalrobe ansteht. Ein wenig flau im Magen wird Tacheles höchstens weil "wir ab Dienstag immer mit Publikum haben".

Indes wurden in der vergangenen Woche bereits die letzten Fragen in Bezug auf das Prozedere der anstehenden Aufführungen geklärt. So wird der Eintritt für die am Samstag um 18 Uhr stattfindende Veranstaltung wie bei den letzten Stücken auch frei sein. In der Pause wird das Publikum mit Getränken und Knaberein verwöhnt. "Wir rechnen damit das es voll wird, aus diesem Grund halten wir dieses Mal Arschkarten bereit", verlautet die JKS. Wer im Theatersaal keinen Platz mehr bekommt, erhält eine Arschkarte, die garantiert, bei der nächsten Aufführung einen Sitzplatz zu haben.

in der hoffnung euch am Samstag zu sehen,
haut rein,
dave
10.9.06 09:41


Newsupdate

Ich weiß, viele erwarten sich echte Einträge und weniger Tacheles-Selbstbeweihräucherung. Aber da mein Monitor am Wochenende kaputt gegangen ist, kann ich gegenwärtig nur von der Schule aus ins Internet, deshalb hier nur ein paar letzte Infos zu "Schnitzel geht immer oder Udo spackt ab":

1) Premiere ist am 16.9. um 18 Uhr!

2) Premiere findet statt im Theaterraum der JKS (Anfahrt: siehe unten)

3) In den Monaten Oktober-Januar wird jeweils ein Auftritt stattfinden (genaue Termininfos in Kürze hier oder auf der Tachelespage) Also, nicht traurig sein, wenn ihr das Event am Samstag verpasst .

4) In der Presse wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen gemeldet, die Premiere sei ausverkauft. Kommt trotzdem! Da die meisten Plätze nicht reserviert sind, werdet ihr, sofern ihr pünktlich da seid, einen Sitzplatz abbekommen.

5) Mit einigen Leuten habe ich geplant, nach der Premiere noch einen Abstecher in die Uni zu machen um einen hoffentlich grandiosen Tachelesauftritt gebührend zu feiern - je mehr mitkommen, desto besser!

haut bis Samstag noch rein,
dave
13.9.06 11:18


Erst denken, dann sprechen

Ein Theologieprofessor zitiert in seiner Vorlesung den mittelalterlichen Kaiser von Byzanz (Ostrom), Munel II.
Eigentlich ist ein solches Zitat in einer wissenschaftlichen Vorlesung selbstverständlich, doch jüngst löste es eine Welle der Empörung in der muslimischen Welt aus, wie man sie seit dem Karrikaturenstreit nicht mehr gesehen hatte.

Der Theologieprofessor, der die umstrittene Vorlesung an der Uni Regensburg gehalten hatte war Pabst Benedikt XVI.
Wenn der Pabst einen Satz sagt wie "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten", dann schlägt das hohe Wellen. Bei gewissen Fanatikern, die die Chance sehen, Muslime in aller Welt, gegen die katholische Kirche, gegen das Christentum und letztlich gegen den Westen aufzuwiegel, sorgt das für Euphorie. Diese Leute interessiert es nicht, das der Pabst um diesen Satz mehrmals "Ich zitiere" und "Sagte er" gruppierte, sie wollen nicht hören, dass der Theologieprofessor Ratzinger die Aussage des Kaisers in seiner Vorlesung sogar widerlegt. Sie wollen nur Hass schüren und Angst mit gewaltätigen Protesten verbreiten.

Auch moderate Muslime springen auf den Zug auf. Hohe Mitglieder der türkischen Regierungspartei vergleichen den Pabst mit Hitler und Mussolini, ohne die gesammte Rede gelesen zu haben. Von allen Seiten wird der Pabst zu einer Entschuldigung aufgefordert.
Ich bin kein Christ. Ich bin nicht getauft und meide Kirchen. Ich glaube nicht an die Existenz Gottes. Meine Meinung zur Politik des Vatikans und zur Person Benedikts XVI. möchte ich hier nicht ausbreiten, aber in diesem Fall muss ich mich hinter den Pabst stellen, der sich für das Zitieren - denn mehr war es nicht - eines seit 600 Jahren toten Politikers nicht zu entschuldigen hat.

Mittlerweile hat der Chef der höchsten türkischen Rligionsbehörde seine Forderung nach einer Entschuldigung des Heiligen Stuhls zurückgezogen und bekannt, er habe sich die gesammte Rede Ratzingers nicht einmal übersetzen lassen. Auch türkische Medien wie die Zeitung "Hürriyet" kritisieren nun die eigene Führung: "Es kommt mir so vor, als ob niemand von jenen in der islamischen Welt, die den Papst wegen seiner Rede attackieren, die Papst-Rede auch gelesen haben", schreibt etwa Mehmet Yilmaz, ein Hürriyet-Autor.

Die eigentliche Aussage von Pabst Benedikt XVI. Vorlesung war, dass die Verbreitung von Religion mit dem Schwert falsch (wörtlich: "nicht im Sinne Gottes und der Vernunft") ist. Könnten sich nicht bitte alle auf diese Vormulierung einigen? Könnte nicht dieses Zitat in den Schlagzeilen in aller Welt pranken?

Noch einmal: Professor Ratzinger hat nie behauptet, Mohammed habe Schlechtes über die Welt gebracht, er hat einen Monarchen des Mittelalters zitiert, der dies behauptet hatte, und zwar ohne diesem zuzustimmen!

haut rein,
dave

Quelle: Spiegelonline
16.9.06 11:57


We've taken the curtain call

Tacheles hat gestern eine rundum erfolgreiche, ja regelrecht perfekte Premiere gefeiert.

Es war an der Zeit, dieses Stück auf die Bühne zu bringen. Alle in der Gruppe waren ganz heiß darauf, ihreRollen endlich vor Publikum zu verkörpern. Dass wir bereit für die "totale Interpretation" (Tobias) waren, zeigte sich vor allem daran, dass wir uns untereinander nur noch mit Rollennamen ansprechen.
Außerdem sind wir nach den vielen - oft hundsmiserabelen - Proben, auch spielend in der Lage, auch andere Figuren zu verkörpern. So hat sich fast die ganze Gruppe in der Interpretation von Vanessas Satz "Was? Wie? Wir können uns das Haus nicht leisten!?" übertroffen, während im Nebenraum das Publikum den Saal betrat.

Nach der mehr oder weniger verpatzten Generalprobe spielten sich während der tadellosen Aufführung schon hinter der Bühne Szenen ab: Tachelesmitglieder flüsterten sich lächend Dinge zu wie "Sie lachen!", "Toll gespielt" oder einfach "Wir sind so geil". Die Stimmung in der Requisite war einfach wunderbar, besser als bei allen bisherigen Aufführungen. Die anfängliche Nervosität war schnell verflogen und als wir Lisa "Regenmantel" (nicht "Regenschirm", wie sie in allen bisherigen Proben falsch gesagt hatte) sagen hörten, war uns allen klar, dass wir das Stück nach Hause schaukeln, und einen großartigen Auftritt liefern würden, was die Reaktionen aller Zuschauer, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe, bestätigen.

In die Premiereneuphorie mischt sich jedoch auch Trauer, denn für einen großen Teil der Gruppe ist es das letzte Stück, auch wenn es noch vier Mal aufgeführt wird (einmal monatlich, bis einschließlich Januar). In der nächsten Produktion muss der traurige Rest der Gruppe auf Leistungsgaranten verzichten: Kaija, Vanessa, Sadaf, Leonora, Lisa, Gisa, Jana, Richard, und Dennis werden nach bestandenem Abi nicht mehr zum Ensamble gehören. Wenigstens können wir sie mit dem besten Tachelesstück aller Zeiten verabschieden.

haut rein,
götz
17.9.06 18:29


Wahlen und Nazis

Am letzten Wochenende wurde in den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt - oder sollte zumindest gewählt werden, denn nur knapp die Hälfte der Wahlberechtigten nutzte ihr Wahlrecht. Die Folge der geringen Wahlbeteiligung liegt auf der Hand: enorme Stimmenverluste für die etablierten Parteien, Rekorderfolge für Splitterparteien (so erhielt die Rentnerpartei Die Grauen in Berlin 3,6 Prozent) Die Nazi-Partei NPD ist in den Schweriner Landtag eingezogen. Doch was sind die Gründe für die niedrige Wahlbeteiligung und das ungemein gute Abschneiden der Radikalen, die nicht das erste Mal bei einer Landtagswahl beobachtet werden können?

Immer gerne angführt: die Politikverdrossenheit ist es, die Menschen von den Urnen fernhält und sie dazu bringt, die selbsternannten "Nationalen" zu wählen. Ich kann akzeptieren, dass Bürger die auf die unsinnige und dumme Idee kommen, am Wahltag zu Hause zu bleiben. Ich kann mich aber nicht damit abfinden, wenn verantwortliche deutsche Staatsbürger die NPD wählen. Ein solches Verhalten ist nicht, wie es Politiker von links, wie von rechts zu erklären versuchen, reiner Protest gegen die Politik. Tatsache ist, dass sich in vielen Gemeinden in und Städte - nicht nur, aber vor allem in Ostdeutschland - längst fremdenfeindliche, antisemitische und antidemokratische Grundeinstellungen festgesetzt haben! Vor allem unter den männlichen Wählern unter 30, die in Meck-Pomm zu 18% NPD gewählt haben, fallen diese Tendenzen auf.

Ebenfalls alarmierend: Bei einer Umfrage von 2005 hielten nur 35 % der Ostdeutschen (Westdeutschland: 71 %) Demokratie für die best-mögliche Staatsform. Man fragt sich, was die übrigen 65% wollen? Ihre SED-Diktatur zurück? Jedenfalls stimmen diese 65% ungefähr mit der Anzahl der Nichtwähler östlich der Elbe zusammen mit der Zahl der PDS-Wähler überein.
[Quelle dieser Zahlen ist der "Datenreport" des Statistischen Bundesamtes]
Damit die übriggebliebenen Einwohner der ehemaligen DDR endlich in unserem Staate ankommen muss sich die Wirtschaftslage in demn Regionen in Mittel- und Nord-Ost-Deutschland endlich verbessern. Außerdem muss endlich die Bildung in ganz Deutschland verbessert werden. Junge Menschen (das heißt unsere Generation) muss mehr über Geschichte wissen, über Politik und überhaupt mit besserer Allgemeinbildung ausgestattet sein. Denoch dürfen weder schlechte Bildung noch eine alles andere als rosige Wirtschaftlage ein Grund sein, warum Nazis - denn genau das sind die NPDler, die demnächst im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns sitzen - bei Landtagswahlen mit mehr als 6 Prozent abschneiden und sich Menschen anderer Hautfarbe in Teilen Deutschlands nicht mehr im Dunkeln auf die Straße trauen können.

Zurück zur niedrigen Wahlbeteiligung: Ich bin nicht sicher ob es sich hierbei um reine Politikverdrossenheit handelt. Möglicherweise haben die Wähler (oder besser gesagt, die Nicht-Wähler) erkannt, dass auf Länderebene sowieso kaum wichtige Entscheidungen getroffen werden. Die Länder dürfen grade Mal entscheiden, welche Farbe die Uniformen ihrer Polizisten haben! Und selbst wenn ein Land dann die Farbe wechselt, wird sich überall beschwert, weil man in Hamburg die blauen Polizisten als Auswertiger so schwer erkennen kann.
Wenn man bei der Bedeutungslosigkeit der Landesregierungen und -parlamente bedenkt, was allein die Verwaltung des Landes Bremen kostet (und zwar alle Bundesbürger), wird völlig zurecht der Ruf nach einem Zusammenschluss des hochverschuldeten Landes mit Niedersachsen, dass alle Verwaltungsaufgaben der Hansestadt ohne Probleme übernehmen könnte, laut.

haut rein,
dave

PS: Die Grüße-Seite wurde überarbeitet.
22.9.06 16:38


Achtung: der folgende Eintrag basiert auf gesammelten Gerüchten und dem, was sich der Autor daraus zusammengereimt hat! Wenn ihr über aktuellere oder genauere Informationen verfügt, bitte ich, mich über das Gästebuch oder via ICQ zu unterrichten. Dieser Eintrag wird bei Bedarf aktualisiert. Stand: 26.09.2006, 15.47

Der verwirrte Mann (Zeugen beschreiben ihn so: Tarnanzug, blut- und schlammverschmirrtes Gesicht und total fertig), der am Freitag auf dem Gelände der Schule eine Bombendrohung gegen unser über alles geliebte GSG ausgestoßen hatte, hat die Erwartungen nicht erfüllt. "Verdammt, wir leben noch!"
Zwischen Massenmord-Edes (Name von Redaktion geändert) erstem Auftreten auf dem Schulhof und dem heutigen Tag, haben sich zahlreiche Mythen um diese Person und den geplanten Anschlag entlwickelt. Die Gerüchteküche brodelt immer noch (lest nur mal den Thread im Stufenforum!). Ich habe in den letzten Tagen jedes noch so dämliche Gerücht gesammelt und stelle nun eine Liste vor, die auch auf den möglichen Wahrheitsgehalt des Geredes eingeht.

Massenmord-Ede war am Freitag auf dem Schulgelände.
Nach Aussage verschiedener ernstzunehmender Personen war er voll fertig bis stoned.
Sein Gesicht war verkrustet, viele Zeugen sprechen von Blut, andere meinen, es sei Schlamm gewesen. Grund dafür war wohl einfach, dass der kleine Junkie hingefallen war.

Ede hat wohl gegenüber Schülern, die ihn ansprachen gedroht, Dienstag wiederzukommen. Außerdem soll er Gewalt angekündigt haben, die meisten gehen von einer Bombendrohung aus, manche reden von Schusswaffen.
Die Schulleitung hat bereits am Freitag die Polizei alarmiert, die den Verdächtigen aber auf dem Gelände des GSG nicht mehr antraf. Einige Quellen sprechen davon, dass die Polizei erst aufmerksam wurde, nach dem sich viele Eltern besorgt über die Ernsthaftigkeit der Drohung erkundigt haben. Ich halte unsere Schulverwaltung aber nicht für so sorglos, den Fall nicht direkt der Polizei zu melden.

Viele Eltern, die sich in den letzten Tagen bei Polizei oder Lahrerschaft besorgt nach der Bombendrohung erkundigten, wurden beruhigt. Der Täter sei bekannt und könne nicht mal einen Schraubenschlüssel halten, geschweige denn eine Bombe bauen. Wie aus Polizeikreisen verlautet, war fast die ganze Polizei Unna zuletzt auf den Fall angesetzt. Angeblich hat man letzte Nacht halb Königsborn nach dem Obdachlosen abgesucht. Ob er gefunden wurde ist mir nicht bekannt, heute suchte jedoch Herr Schubert Schüler, die ihn gesehen hatten und möglicherweise beschreiben könnten. Fakt ist, dass heute Morgen in den ersten Stunden sowohl uniformierte als auch Zivilbeamte auf Schulgelände und in der Pausenhalle patroullierten (und nicht den komischen Toillettenmann festgenommen haben, ich bin überrascht).
Bereits gestern Nachmittag hatte es wohl verstärkte Polizeipräsenz um die Schule gegeben, mancher behauptet, die Schule sei sogar nach Sprengstoff durchsucht worden.

Heute kamen weitere Gerüchte auf, so habe Massenmord-Ede schon öfter Drohungen gegen andere Schulen ausgesprochen. Außerdem sei er in den letzten Tagen auch am Hansa-Berufskolleg gesehen worden.
Wenn man von Edes geistiger Verwirrung ausgeht und seinen Drogenmissbrauch bedenkt, ist eine Lösegeldforderung (deren Höhe heute zwischen 30.000 € und 3 Mio. € gehandelt wurde) wie von einigen verbreitet, wohl nicht eingetroffen. Wäre das passiert hätte man die Drohung wohl sicher ernster genommen und uns nicht zur Schule kommen lassen.
Dass Frau Kempe keine Pistole gefunden hat, brauch ich wohl nicht zu erwähnen und auch die Spekulationen, hinter dem Anschlag stecke Burbulla oder Krückeberg laufen wohl ins Leere.

Schließlich noch das wichtigste: Die Schule steht noch, Massenmord-Ede ist heute nicht aufgetauch, an seiner Stelle war aber ein Reporter da, der Interviews gemacht hat und außerdem fotographierte. Einen Zusammenhang mit der Bombendrohung kann ich nicht bestätigen, ist aber wohl wahrscheinlich.

Zuletzt möcht ich erwähnen, dass wir aus der Sache recht glimpflich rausgekommen sind. Anscheinend bestand tatsächlich keine Gefahr. Was die Reaktion der Schulleitung angeht, so möchte ich vor allem deren Informationspolitik kritisieren. Die Tatsache, dass bis gestern nur die Durchsage von Herrn Menges, der alle zur Ruhe ermahnte, uns als Informationsgrundlage dienen konnte macht mich stutzig. Hätten die Schüler gestern mehr Kenntnisse über Massenmord-Ede gehabt, hätte die Gerüchteküche im Zaum gehalten werden können. Und Lehrer und Polizei wäre gestern nicht mit Anrufen von Müttern und Vätern der schlecht informierten Schüler überschüttet worden.

haut rein,
dave
26.9.06 15:01


Eine Warnung an uns alle

Häufig, ja fast schon mit Penetranz habe ich vor allem im Vorfeld der Sommerferien über meinen damaligen Physiklehrer Wolfgang G. berichtet. Meine Texte waren damals nicht nur geprägt von konstruktiver Kritik, sondern auch von Spott und Anspielungen auf seinen geistigen Zustand und seinen - von ihm immer abgestrittenen - übermäßigen Alkoholkonsum, angeblich sogar während des Unterrichts. Seit einigen Tagen liegt G. nun im mit einem Hirnschlag im Krankenhaus, das heißt, dass weite Teile der Stufe nun auf ihren Physiklehrer ("Im Gebirge sind die Hänge steiler als in der Ebene") verzichten müssen, der stundenlang physikalische Sachverhalte an die Tafel schreiben konnte, ohne auch nur einen Schüler am Unterricht zu beteiligen, verzichten muss. Außerdem ist sein Philosophiekurs wohl ohne Vordenker. Auf unbestimmte Zeit wird Grönhagen die Schule nicht mehr betreten. Ob er nach einer möglichen Genesung noch unterrichten kann (eigentlich konnte er das ja bis jetzt auch nicht), ist fraglich.

Das ist kein Grund zu gehäßiger Freude über das Leid eines armen alten Mannes, der zwar - mit Verlaub - ein unverantwortlicher Idiot und Arschloch ist, aber uns dennoch immer als Crazy-Gröni erfreut hat. Vielmehr sollten wir nach den Ursachen forschen, die zu G.s Erkrankung geführt haben.

Sicher gehörte G. einer Risikogruppe an, allein schon als Mann über 55, bei denen Schlaganfälle schon 50% wahrscheinlicher sind als bei Frauen um 30. Außerdem gehört er (als jemand, der nach Einführung des absoluten Rauchverbots mit den Herren S. und K. und weiteren Mitgliedern des Kolegiums heimlich in den Chemieräumen rauchten) zu der Risikogruppe der Raucher. Nach seinem äußeren Erscheinungsbild zu Urteilen, gehört hat er auch wenig Bewegung - die Wahrscheinlichkeit eines Hirninfakts wird noch höher.

Abgesehen von diesen Faktoren, die einen Schlaganfall bei dem "Physiker, nicht Creator" nur als Frage der Zeit erscheinen ließen, gilt aber auch Alkoholmissbrauch als wichtiger Begünstiger von Hirninfakten. Da man zuletzt mit einigen dafür sprechenden Indizien behauptete, G.s starker Jägermeistergeruch stamme nicht - wie im Krisengespräch mit Schulleitung behauptet - von Naturheimitteln und man außerdem davon ausging, den genauen Grund für seine während des Unterrichts gerne eingeschobenen sogenannten "Getränkepausen" zu kennen, glauben viele nun den Grund für G.s Erkrankung zu kennen.

Übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum kann solche Folgen haben! Vielleicht steht ihr in 50 Jahren vor einer Klasse, sagt Sätze wie "Mit sechzig Sonnen seid ihr dabei, aber Kugel bleibt Kugel" und erwähnt in Krisensitzungen mit dem Direktor "es gab nur einen Physiklehrer: den besten [Pause] MICH!". Aber in 51 Jahren erleidet ihr dann einen Schlaganfall, da helfen auch keine "Naturheilverfahren"!

Unsere Gedanken sind bei G.s Familie und bei seinen Freunden(?) . Wir emfinden tiefes Mitgefühl. Uns wäre jeder andere Weg, ihn loszuwerden lieber gewesen als dieser. Und tief im Innern vermieß ich die Kröte doch.
-Aus Respekt vor Grönhagens Familie habe ich hier wie gewohnt auf die Nennung von G.s vollem Namen verzichtet.

haut rein,
dave
27.9.06 18:28





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