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Mal wieder Krieg in Nahost

Im Nahen Osten ist es mal wieder so weit: Israel greift ein Nachbarland an und schießt sich damit ins eigene Bein: Denn der Kriegsgegner des Judenstaates ist nicht etwa der Staat Libanon, der aber gerade zersört wird, sondern die Hisbollah (wahrscheinlich falsch geschrieben). Hisbollah heißt auf Deutsch "Partei Gottes" und ist sowohl eine politische Kraft im Libanon, als auch eine Gruppe Terroristen, die die Zerstörung Israels im Sinn hat.
Mit seinen Bombardements gegen Zivilbevölkerung und Infrastruktur des Libanon spiel Israel der Hisbollah in die Hände, erfüllt sogar deren heimliches Kalkül. Hisbollah hat Israel zuerst beschossen, Hisbollah hat israelische Soldaten entführt, Israel Angriffe sind also mit Selbstferteidigung zu rechtfertigen und legitim. Aber sie sind auch extrem dumm und idiotisch, denn genau diese Angriffe haben die Radikal-Schiiten sich gewünscht:

Vor dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung war Hisbollah eine Macht im Südlibanon, verwurzelt in der dort lebenden schiitischen Bevölkerung, mit einer starken Fraktion im libanesischen Parlament. Dank der israelischen Attacken, denen sich augenscheinlich nur die "Partei Gottes" entgegenstellt, gewinnt die Organisation auch Anhänger unter gemäßigten Libanesen und Muslimen im ganzen Nahen Osten.
Die Taktik der Gruppe geht noch viel weiter: Wie Israel richtig erkannt hat, verschanzen sich Hisbollahkämpfer in Dörfern und benutzen so Zivilisten als lebendige "Schutzschilde". Stimmt, aber die selbsternannten Kämpfer Gottes beabsichtigen damit keinesfalls, dass Israel sie inmitten von Zivilisten nicht angreift, sie hoffen vielmehr auf einen Luftangriff, bei dem möglichst viele Unbeteiligte zu Tode kommen, denn wenn durch eine israelische Bombe ein Zivilist stirbt, wenden sich seine Brüder, Onkel, Söhne, Vettern und sonstige Verwante der Hisbollah zu, werden selbst zu Kämpfern gegen Israel.

Wie können Israels Politiker und Militärstrategen diese Taktik nur missverstehen? Der Grund ist ganz einfach: Bei den Angriffen auf das nördliche Nachbarland ernten sie Zustimmung bei über 90% der israelischen Wähler.Das sie damit die Zukunft Israels und die Chance auf Frieden in der Region verbauen ist für Israels Mitte-Rechts-Koalition dabei zweitrangig.
Jetzt wäre es für Israel allerdings auch äußerst schwer einem Waffenstillstand zuzustimmen, denn Hisbollah, ausgerüstet mit einem eigenen Fernsehsender, könnte ein Schweigen der Waffen als Sieg über Israel verkaufen und ginge auch damit gestärkt aus dem Krieg hervor.

Es war schon verdammt clever, diese Soldaten zu entführen, Hisbollah konnte nur gewinnen.

haut rein, werdet bitte nicht bombardiert,
dave
5.8.06 23:14


Jetzt darf ich mit den Großen spielen

Stand: Montag, 14.8.

Es ist soweit, die Elf hat für mich und die Stufe mit über 140 Schülern begonnen. Ziemlich gestresst, weil ein vollgestopfter Stundenplan inklusive Nachmittagsunterricht auf nervige Familienfeste, technische Probleme in Sachen mein DSL-Anschluss und ein Wochenende mit drei Theaterproben treffen und ich mich schon seit über einer Wochen mit einer Grillparty (ja, war schon irgendwie lustig am Montag, zumindest bis der Nudelsalat fliegen lernte und das Blut in Strömen floß)* und Schlafmangel herumplage und außerdem der Klassenfahrtsfilm kurz vor der Vollendung steht, erfülle ich dennoch meine Informationsflicht als kritischer Beobachter des gymnasialen Alltags und informiere meine Leser über das neue Schuljahr. (geil son langer Satz)
In den nächsten Wochen werde ich hier jeden meiner Kurse, sowie unsere Stufenleiter vorstellen und bewerten. (Ich bitte darum, meine Bewertungen im Gästebuch zu kommentieren, lange keine Einträge mehr gehabt) Es folgt in jedem Kursbericht zuerst das Fach mit einer Grundsätzlichen Bewertung (1-5 Köppe) und dann eine Bewertung der Lehrkraft.

*das hab ich etwas ausgeschmückt, klingt irgendwie noch schlimmer, als es wirklich war

STUFENLEITUNG Hr Smeets () Fr Draxler ()
Smeets in Sport war immer lustig, sympatisch und doch professionell. Seine Kompetenzen als Stufenleiter hat er bereits vielfach an unserer Schule unter Beweis gestellt. Und auch seine Leitung der Stufensitzung am vergangenen Mittwoch wirkte souverän und hatte belgischen Charme.
Frau Draxler, mir bislang weitgehend unbekannt, macht ebenfalls einen fähigen Eindruck, über sie habe ich von Mitschülern nur Positives gehört.

DEUTSCH () Fr Becker-Adden ()
Deutsch - eigentlich ein tolles Fach, wenn man gerne mit Texten umgeht. Diese Seite zeigt, dass ich das recht gerne tue, darum Deutsch für mich auch ein Topfach. Die junge Lehrerin, die uns in diesem Fach vorgesetzt wird, wirkt recht fähig, wenn auch unerfahren und mäßig organisiert. (Beispiele: Probleme bei der festlegung auf Sie/du, bei der Organisation von Abstimmungen zur Lektüre) Weil ihre Wunschlektüre, Dürrenmatts "Physiker" von einigen Kursteilnehmern schon in der 10 bearbeitet wurde, haben wir den Plan, nach einer langwierigen Diskussion, die sie hauptsächlich mit sich selbst führte geändert und uns für "Das Parfum" entschieden. Immerhin setzt Bead bei ihrem Unterricht auf Schülerbeteiligung, in Deutsch definitiv positiv.

KUNST () Fr Hoverberg ()
Ihr Name steht für Stilverbrechen, nicht nur in Sachen Outfits, ihr Kunstunterricht genießt einen bestenfalls zweifelhaften Ruf und ich kann das Fach Kunst sowieso nicht leiden. Um es mit den Worten eines Exkanzlers zu sagen, die Aussichten auf gute Zusammenarbeit in einem Jahr Kunst sind suboptimal. Aber wir wollen die Kirche im Dorf lassen, denn ich mag jünger als Frau Hoverberg sein, aber nicht blöder. Und es gibt ja durchaus Lichtblicke, denn Frau Hoverberg kündigte an, dass 50% der Kunstnote auf mündliche Mitarbeit baut. Das bedeutet, dass ich, wenn ich mich etwas auf den für mich höchst trockenen und langweiligen Stoff einlasse, trotz meiner künstlerischen Defizite auf eine solide 3 kommen kann. Außerdem haben wir in der heutigen Doppelstunde eine zehnminüte Pause eingeschoben und 15 Minuten vor Schluss den Unterricht beendet.

ENGLISCH ( Hr Kallerhoff (()
Denkbar schlechter Einstand für Herrn Kallerhoff, denn er wusste nicht einmal, bei welchem Kurs er jetzt Unterricht hatte. Er nahm an, wir seien eine 13, die Tatsachen brachten ihn völlig aus dem Konzept. Außerdem habe ich den Eindruck, das System, Bücher in den Kursen zu holen, hat er nicht ganz durchschaut. Natürlich nervte er auch mit seinem Moskauaustasch, für den sich imnmer noch niemand interessiert. Aber naja, das ist der Eindruck einer Einzelstunde, kann ja alles noch besser werden.
Viel gravierender: Die Schüler der 10a, die nach zwei Jahren bei Herrn Kautz, der ja auch noch einen Pseudoklassenlehrer gab, war man endlich froh, nun möglicherweise auf einen echten Englischlehrer zu treffen. Aber wir stellten fest, dass die letzten zwei Jahre deutliche Spuren an unseren Englischfähigkeiten hinterlassen haben, wir haben fast nichts vom gestrigen Unterricht verstanden.

MATHE ((() Fr Danneberg ((()
Nach einer Einzelstunde, die wir nahezu komplett mit Bücherorganisation verbrachten, kann ich noch nicht viel zu der neuen Lehrerin sagen, daher bewerte ich zunächst mit neutralen drei .


LATEIN ((() Hr Laarmann ()
Alles wie immer, beim guten Laarmann. Er ist zwar immer noch ein eingebildeter, selbstverliebter Angeber, der einem auf die Nerven gehen kann, aber ein Toplateinlehrer. So werd ich mein Latinum wohl ohne Probleme machen.

PHILOSOPHIE () Hr Burbulla ()
LOL! Das wird ein lustiges Jahr, bevor einer der amüsantesten Lehrer dieser Schule in Rente geht. Denn dass er amüsant ist steht völlig außer Frage. Bislang kannte ich ihn ja nur aus Erzählungen von Paralellklässlern und grauen Erinnerungen an Vertretungstunden vor 5 Jahren... Aber einfach nur hamma! Der ist verrückt, aber ich vermuteauf eine gute Art. Natürlich hat er auch in der ersten Stunde über Kartoffeln gefaselt, aber das gehört dazu... irgendwie. Durch seine rot-blau-grüne Buntstift Farbenlehre bin ich zwar nicht durchgestiegen, aber das kommt vielleicht noch. Das Fach an sich klingt jedenfalls so, als würde ich Spaß haben. Intelligent klingende Sätze sind meine Spezialität, wollen wir hoffen, dass Herr Burbulla nicht zu sehr auf den Inhalt hört.

GESCHICHTE () Fr irgendsone Referendarin ()
Das kam mir vor wie ihre erste richtige Stunde. Frau Sowieso wirkte nervös, und ihr Tafelbild über die Demokratie würde nicht mal als abstrakte Kunst durchgehen (ich sollt die Fresse halten, schließlich hab ich Nichtskönner Montag Kunst). Jedenfalls hatte ich doch Mitleid mit der Dame, deren Stil ich einmal als "sichtlich bemüht" beschreiben will. Problematisch wird der Unterricht bei mir aber Dank meines soliden Vorwissens nicht werden.

SOZIALWISSENSCHAFTEN () Hr Hartmann ()
SoWi ist aufgrund meines großen politischen Interesses wohl als mein Lieblingsfach zu bezeichnen. Erstmals in meiner Schulkarriere erlebe ich einen echten SoWi-Lehrer und nicht den notgeilen Paul Sahm oder den entweder schlecht vorbereiteten oder einfach nur inkompetenten Dirk Rogalski. Erster Eindruck durchgehend positiv, Hartmann bindet Schüler in die Unterrichtsgestalltung ein, berücksichtigt unsere Wünsche (zumindest hat er das versprochen). Die Partymukke, die während der ersten SoWi-Stunde durchs Fenster wehte hatte etwas entspannendes. Ich schlage vor, die Kurse nur noch zu den Klängen von Wolfgang Petri oder Europe abzuhalten.
Einziger Wehrmutstropfen: Die Themen dieses Schuljahrs kommen einem recht bekannt vor. Aber Herr Hartmann will ja auf aktuelle Themen eingehen.

FRANZÖSISCH NEU () Fr Bünning ()
Uiuiui, das klingt nach Arbeit. Im neuen Fach sind bis Montag zwei Seiten Vokabeln zu lernen, Dienstag muss ich ab jetzt zur „Nullten“ erscheinen und vor Bünning will unangekündigte Vokabeltests schreiben. Positiv: Die Lehrerin, bei der ich bislang nur Vertretung hatte, wirkt so als würde sie ihr Ding durchziehen, offensichtlich lernt man was in ihrem Unterricht.

PHYSIK () Fr Draxler ()
Physik war mein stärkstes naturwissenschaftliches Fach, weswegen es auch Platz auf meinem Neuen Stundenplan fand. Der Spaß, den ich möglicherweise in grauer, längst vergangener Vorzeit an der Thematik hatte, ist mir jedoch in den Jahren mit der Zimmerbrand! -lesern bekannten Kröte Grönhagen abhanden gekommen, aber vielleicht kommt er zurück. Frau Draxler machte in ihrer ersten Stunde jedenfalls eine gute Figur, führte die Wiederholung sauber und so interessant wie möglich. Insofern: großes Glück, dass ich nicht Grönhagen in Physik hab!
Unschön hier: Draxler droht wegen des Wegfalls der dritten Wochenstunde unmengen Hausaufgaben an, was mich düster in die Zukunft meiner Freizeit blicken lässt.

haut rein,
dave
12.8.06 11:47


Tacheleshomepage

Meine wunderbare, unübertreffliche und fantastische Theatergruppe Tacheles hat - obwohl sie sich mitten im vorpremierlichen Stress befindet (am 16.9 stehen wir im dann renovierten Theaterraum der JKS auf der Bühne) - eine Gruppenhomepage onlinegstellt. Momentan befindet sie sich zwar noch in Bearbeitung, ein Besuch auf www.theater-tacheles.de.vu lohnt aber denoch.
Dort werden auch aktuelle Veranstaltungstermine bekannt gegeben und in naher Zukunft findet ihr auch Fotos und alles wissenswerte über die Tachelesschauspieler auf dieser Page. Ansonsten informiere ich auch hier natürlich weiter über die Arbeit an "Schnitzel geht immer oder Udo spackt ab".

haut rein,
dave
16.8.06 18:18


2 Wochen Malle oder Rentner?

"Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen." Über diesen Satz regt sich gegenwärtig das politische Deutschland auf. Gesagt hat ihn Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) in einem Zeitungsinterview. Und schon malen Politiker aller Fraktionen, Reiseveranstalter, Gewerkschafter und sonstige Wichtigtuer den Untergang des Abendlandes an die Wand. Im ganzen Land nimmt die Entrüstung zu, wütende Leserbriefe fluten Zeitungredaktionen.

Aber was ist so falsch daran? Ich persönlich würde gerne auf 2 Wochen Malle verzichten, wenn man mir garantierte, dass ich in 60 Jahren (das hieße, Rente mit 76, ich bin ja Realist) gemütlich in Rente gehen kann. (Rein rhetorisch dieser Ausspruch: ich war 2006 nicht im Urlaub.) Meiner Generation kann, wenn überhaupt, nur private Vorsorge einen ruhigen Lebensabend sichern. In sofern ist Steinbrücks Aussage der Sache nach richtig. Aber die verwöhnten Bürger lassen sich solche Wahrheiten nur ungern verkaufen, Vertreter der Sozialpopulistischen Linksidioten (früher PDS) forderten sogar den Rücktritt des Finanzministers.

Kritisiert wurde vielfach die Tatsache, dass Spitzenverdiener Steinbrück (rund 12 000 € brutto im Monat) seine Vorstellungen unmittelbar nach zweiwöchigen Ferien an der Ostsee äußerte. "Die da ober sollen lieber arbeiten, anstelle uns den Urlaub zu vermiesen", heißt es von der Basis. Der Finanzminister hat eine 80-Stunden-Woche. In Anbetracht der Verdienste von Managern und deren Arbeitszeiten und sonstigen Aktivitäten (ist schon etwas her, aber VWs Aufsichtsrat hat sich in Tschechien bekanntlich nicht nur mit Autos beschäftigt...), sind Politiker drastisch unterbezahlt und nehmen wenig Urlaub.

haut rein,
dave
19.8.06 21:13


Das Recht auf Fastfood

Vorweg: Ich lebe in Heeren

Während eine Baustelle an der Werver Mark / Hammerstr. bei mir hinterm Haus zwei neue Kreisel installierte litt ich unsägliche Qualen: Grund war nicht der Lärm, der gelegentlich von den Arbeiten herüberzog, Grund war die zeitweise „Abschaltung“ meiner Bushaltestelle, Grund war nicht der praktische Stillstand des Verkehrs nach Bönen (auf das Kaff kann ich wirklich verzichten). Nein, das Problem mit dieser Baustelle war, dass sie Heerens Fastfoodtempel, dass „Kebaphaus Mittelmeer“ in den Ruin trieb. Teilweise 4 Mal in der Woche war ich – ob allein, mit Kumpel(s) oder meinem Vater – dorthin gepilgert um mich mit schmackhaften mit Fleisch und Salat gefüllten Fladen zu versorgen. Doch weil der vom Bundesverkehrsminsiterium finanzierte sogenannte „Ausbau der Ortsdurchfahrt Heeren-Werve“ praktisch alle Anfahrtswege zum Dönerladen sperrte schloss der Imbiss schon nach wenigen Monaten Baustelle. Er war nicht der einzige, eine Tankstelle hatte schon vor ihm geschlossen, auch ein Autohändler ging zur Zeit des Kreiselbaus in die Pleite.
Das der eklige Hollandimbiss an der Ecke weiter vegetierte kann mich nicht trösten, die können den Laden sowieso nur über Drogenhandel finanzieren. Sicher gab es in Heeren an der Mittelstraße noch einen zweiten Döner, aber wie so oft schmeckt der einfach nicht.
So musste ich mich in den letzten Monaten dönermäßig in der Kreisstadt bedienen. Der „Sultan“ in Unna ist sehr zu empfehlen. Mehrere Auszeichnungen wegen guter Fleischqualität und der Inhaber kennt inzwischen meine übliche Bestellung auswendig, so dass ich gar nichts mehr sagen muss um meinen Hähnchendöner ohne Knoblauchsouce zu bekommen. Denoch ist es nicht das selbe, wenn man auf einem Stadtbummel oder auf dem Weg ins Fitnessstudio einen Döner einwirft, als wenn man vom Dorfimbiss ein kleines kulinarisches Wunder mit nach Hause nimmt.

Jetzt wurden endlich meine Gebete erhört: Noch sind nicht alle Warnschilder vom Kreisel entfernt, nicht der letzte Fußgängerübergang auf die Fahrbahn gepinselt, doch der neue „Aktas Grill“ hat in den renovierten Mittelmeerräumlichkeiten Quartier bezogen. Und seit Freitag hat der mit Spannung erwartete neue Dönerschuppen geöffnet. Und heute hab ich tatsächlich den ersten Döner zwischen den Zähnen gehabt. Und es war nicht leicht, ihn zu bekommen, so groß war der Andrang auf den kleinen Grill. Aber das Anstehen, während vier Türken die Gäste bedienten und Sätze tönten wie „Das Einpacken muss noch viel schneller gehen“ oder „Beeilung, den neuen Spieß“, hat sich gelohnt. Der neue Döner ist sicher nicht perfekt. Er ist sicher nicht so gut wie Unnas „Sultan“, aber Heeren hat wieder einen anständigen, schmackhaften Dorfdöner.
Sicher wird sich der Betrieb normalisieren, bald werden auch auf der Karte geführten Dinge wie „Schafskäse“ und „kleine Taschen“ im Imbiss zu haben sein.
Aber auf jeden Fall normalisiert sich das Leben links der Hammerstraße Richtung Bönen, jetzt wo die Grenze wieder frei überschritten werden kann, ohne zehn Minuten vor Ampeln zu warten.

Die fetten Tage sind nicht vorbei, in Heeren fangen sie grade erst an,
haut rein,
dave
20.8.06 21:52


Sie sind zu blöd!

"Die Amerikaner waren nie auf dem Mond. Sie ahben die Fernsehbilder in einem Studio in Nevada nachgestellt. Sie haben uns alle 37 Jahre lang verarscht und nur ein Haufen Verschörungtheoretiker hatts mitbekommen."

Für diese Theorie werden verschiedene Beweise angeführt, die die NASA gleich zu entkräften weiß. "Auf dem Mond gibt es keine Schwerkraft. Also hätte die von Buzz Aldrin gehissten Stars and Stripes nicht im Wind flattern können" "Das wussten wir (die NASA) doch vorher, deshalb haben wir, wie man im Film deutlich sieht, eine Metallstange in Flagge eingearbeitet, sähe doch sonst scheiße aus." Auf weitere technische Details will ich hier nicht eingehen, es gibt einen einfachen Grund, warum die amerikanische Mondlandung von 1969 kein Fake gewesen sein kan: Die Russen haben es geglaubt. Auch wenn heute schwer vorstellbar, die Russen, die sich bis 1969 ein erbitterten All-Wettlauf mir den Amis geliefert hatten und unter anderem der ersten Menschen überhaupt (Juri Gagarin) ins All geschoßen hatten, verfügten damals über die besten Weltraumwissenschaftler überhaupt und haben den Triumph ihrer Konkurenten ohne Zögern anerkannt. Das hätten sie nie getan, wenn es Anhaltspunkte gegeben hätte, die darauf hindeuteten, die Aufnahme sein im Studio inzeniert worden.

Verschwörungstheorien sind in der Regel großer Murx: Adolf Hitler lebt unerkannt, wahlweise in der Eifel oder in Südamerika, Die US-Army versteckt seit 1952 ein U.F.O. ... Alles wenig glaubwürdig.

Die schlimmsten Verschörungtheorien sind allerdings die, die mit der CIA zusammenhängen. Die CIA soll wahlweise oder alles zusammen
-die Anschläge von 9/11 geplant und ausgeführt haben
-John F. Kennedy ermordet haben
-die angeblich in den 70ern eingestellten Versuche mit Wahrheitsdroge noch heute fortführen
...
Alles Unsinn, denn die Geschichte der CIA ist eine Geschichte voller Dummheiten, seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg hat sie
-es trotz hundertfacher Versuchen nicht geschafft, Fidel Castro zu ermorden
-al-Quaida und Taliban mit Waffen aufgerüstet und ausgebildet
-dem Iran fast vollständige Baupläne für eine Atombombe geliefert (Pläne waren zwar manipuliert, so dass sie Iran auf eine falsche Fährte führen sollten, aber die eingebauten Fehler hätte selbst ein Kernphysikstudent im ersten Semester erkannt)
-Sadamms Irak chemisch und biologisch aufgerüstet (in Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium, dem Weißen Haus, der französischen Regierung und weiteren europäischen Partnern inklsuive Deutschland)
-sich von einem durchgedrehten Wissenschaftler Milzbrannterreger klauen lassen
-9/11 verschlafen
...
Wegen dieser großen Idiotie beim amerikanische Supergeheimdienst, ist es absolut ausgeschloßen, dass die in Langley ansäßige Behörde in der Lage wäre, einen US-Präsidenten zu ermorden oder die Flugzeuge in die Twintowers stürzen zu lassen, geschweige denn, dies halbwegs geheim zu halten. Bei der CIA arbeiten nur Deppen, das ist die wichtigste Erkenntnis um US-Sicherheitspolitik zu verstehen.
Nein, die zweitwichtigste, die wichtigste ist: In der Regierung sitzen nur Deppen.

haut rein,
dave
23.8.06 22:12


It's Nice To Be King

Gut zwei Wochen Schule – gut zwei Wochen Oberstufe. Zeit, diese Zeit ein bischen Revue passieren zu lassen.
Die auffälligste Veränderung gegenüber letztem Jahr ist wohl, dass ich viermal so viele Leute ständig grüßen muss, mehr soziale Kontakte, weil ich schon nach nur 15 Tagen schon fast die ganze Stufe zu kennen glaube. Dafür werden Kontakte zu Menschen, mit denen man früher ständig zusammen [Unterricht] hatte, schwächer, weil man nur einen oder gar keinen Kurs gemeinsam verlebt

Ich war davon ausgegangen, dass die Kontakte zu Stufengenossen wesentlich flüchtiger wären, als früher zu Klassenkameraden, trotzdem scheint alles irgendwie enger zu sein, und mir scheinen alle engagierter (kann auch daran liegen, dass die Ex-10a eine ziemliche unengagierte Schwachmatenklasse war, die nichts auf die Reihe bekommen hat... nein, ich bin sogar sicher, das ist der Grund). Bereits nächste Woche soll unser Stufenboard online sein, mit Forum, Photoalbum, Klausuren- und sonstigen Terminen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt regt sich bei mir Vorfreude auf Events wie Stufenpartys und Vofi-Feten.

Irgendwie ist man als Oberstufenschüler selbstbewusster. Ich habe in dne letzten zwei Wochen mehr Unter-14-Jährige herumgeschubst als in meinem ganzen bisherigen Leben. Kinder, die den Gang vorm Physikraum blockieren werden rigoros und ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Weg geräumt und umgekehrt bekam ein Sechstklässler, der in der Pausenhalle eine Weile vor mir und einer Gruppe Kumpane stehen blieb und auf eine Gelegenheit vorbeizuschlüpfen wartete nur zu hören: „Kommst hier nicht vorbei, brauchst' es gar nicht erst zu versuchen.“
Viele fühlen sich durch die „Kleinen“ genervt, ich nicht, ich nerve im Gegenzug sie. Als ein 11-Jähriger in der Endlosschlange vorm Pfandautomaten meinte mit zwei leeren Flaschen meinte durch Aneinanderschlagen einen Höllenlärm veranstalten zu müssen hieß es schlicht und einfach „Lass das oder ich nehm sie dir Weg.“
Kleine Kinder sind süß, so lange sie wissen, wer der Boss ist.

Mit diesen Erkentnissen über Machtmissbrauch und außerelterliche Erziehung haut ihr rein,
dave

P.S.: Ja, der nächste Eintrag wird über einen „interessanten“ Lehrer geschrieben, ich werde wie früher vielsagende Abkürzungen wie Herr G. und Herr K. Verwenden.
24.8.06 21:51


Tacheles bald wieder live on stage

Endlich eine Inhaltsangabe zum neuen Tachelesstück! Mit der freundlichen Unterstützung von Tacheles und www.theater-tacheles.de.vu.

Ein zu verkaufendes Haus, eine unehrliche Haushälterin, ein Makler, der das Haus für sich beansprucht, ein vorgetäuschter Einbruch und natürlich das titelgebende Stück Fleisch. Aus diesen, zu Anfang vielleicht uninteressant bis langweilig wirkenden Elementen, entwickelt sich eine rasante Story voller unvergesslicher Charaktere. Die Figuren sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht und stürzen mit ihren Intrigen nicht nur den Metzgerkongress sondern auch sich selbst in einen Abgrund aus Rache und Mord. Als Udo abspackt leitet er die Katastrophe ein. Es sind nicht unbedingt die Guten, die das Spektakel an der Jugend-Kunst-Schule überleben.

Natürlich bietet das neue Stück, das voraussichtlich am 16. September Premiere feiern wird, nicht nur abendfüllende Spannung, auch der tachelestypische Humor kommt nicht zu kurz. Zu den Opfern von Tacheles' zählen diesmal sowohl Hotelerbin Paris Hilton als auch die Feministinnen-Bewegung. Neben diesen Themen steht jedoch auch Theater an sich im Mittelpunkt. „Aus `Schnitzel geht immer´ wird der geneigte Zuschauer auch Rückschlüsse auf die Abläufe innerhalb des Ensambles ziehen können“, verspricht ein Mitglied der Gruppe.

Wer am 16.9 oder an einem der anderen Aufführungstermine die Jugendkunstschule besucht, kann sich auf einen Abend voller Überraschungen, skurilem Humor und Eiter freuen.
©Tacheles 2006

haut rein,
dave
27.8.06 13:50


Abdriften ins Mittelmaß – kaum noch Härtefälle

Am 21. April diesen Jahres eröffnete dieses Blog mit der Geschichte über den Titelgebenden Zimmerbrand. In den darauffolgenden Wochen waren meine Lieblingstexte - und nach meiner Einschätzung auch die Lieblingstexte meiner Leser – die bissigen bis bösen Kommentare über meine damaligen Lehrer in der 10a. Kaum einer der Pädagogen aus dem letzten Jahr ist mir erhalten geblieben. Weder die immer wieder als gruselig und arogant beschriebenen Kautz und Grönhagen, noch, der unfähige Rogalski, die dämliche Sperliche, die doofe Fulbrecht oder der Sahm, zu dem ich grundsätzlich nichts sag. Auch tolle Lehrer wie Sennholz und Kempe (R.) muss ich jetzt missen. Einzig der zwar höchst eingebildete Egozentriker, aber nichts desto weniger beste Lateinlehrer der Schule und ungeheuer engagierte Laarmann zählt noch zu meinen Kurslehrern.

Das neue Lehrermaterial bietet leider sehr wenig Angriffsfläche, weswegen ich mich seit den Sommerferien mit Tadel zurückhalten musste: Frau Bünnings Französischunterricht darf als professionell beschrieben werden, Frau Draxlers Physikunterricht fällt nicht negativ auf und das lustigste, was man zu Kallerhofs Englischstunden sagen kann ist seine dauernde Werbung für den Russlandaustausch (und Roys Heulattacke, für alle die dabei warn ). Selbst die schlechteren Lehrer, wie meine schwitzende und unfähige Geschichtslehrerin sind so uninteressant, dass man nichts dazu schreiben will. Am Deutschunterricht, den Frau Becker-Adden so schön vorbereitet hat, will sich sowieso niemand beteiligen.

Nur zwei Gestalten stechen aus dem groben Mittelmaß, aus dem Lehrkörpereinheitsbrei, den mir das GSG dieses Jahr anbietet heraus:
Kunstlehrerin Hoverberg, die offensichtlich ihre gesammte Garderobe bei der Wohnungsauflösung einersiebzigjähigen Sozialhilfeempfängerin unterm Sofa gefunden hat und die uns seit der ersten Stunde mit dem Hundebild vom Flomarkt in dem scheußlichen Rahmen, der nach ihren Angaben teurer war als das Bild, nervt. Und uns auch schon die gruselige Puppe/Figur gezeigt hat, mit der sich die bemitleidenswerten Zwölfer gegenwärtig beschäftigen müssen. (Link )
Und natürlich Burbulla, der sich in Philosophie die Ehre gibt. Der Mann ist gruselig wie Grönhagen und hält sich offensichtlich für den intelligentesten Menschen im Universum. Seine Geschichten sind ein Kapitel für sich, über ihren Wahrheitsgehalt lässt sich streiten. In einem bekannten Forum schrieb ein langjähriger Burbullaschüler kürzlich folgenden autentischen Burbulladialog:
B: "die Zigaretten die ihr raucht bestehen zu 50% aus Unzutaten!!!"
schüler: "Was sind Unzutaten??" (dieser handelt sich verzweifelte Blicke ein, weil er das nicht von Geburt an weiß!)
B: "Das sind Zutaten, die nicht auf der Verpackung stehen, zB. Bioabfälle, Tiermehl oder Kuhscheiße!"

(Gruß an Rico)

haut rein,
dave
29.8.06 21:34





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