Zimmerbrand!



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Eisproblematik

Zum Sommer gehört Eis.
Vor allem Wassereis, das nur aus Farbstoffen, Zucker und Wsser besteht. Aus ekeligen Plastikpackungen gequätscht entfaltet es eine Wirkung, die sonst nur mit Brausepulver zu vergleichen ist.

Da ich mir Brause etwas Leid gegessen habe bin ich umgestiegen und renne jetzt allein während dieses Eintrags dreimal ans Eisfach.
Die von mir bevorzugten Sorten sind grün und braun. (Ich wage nicht zu raten, welchen Geschmack grün haben soll, deshalb schreibe ich nicht Waldmeister oder Apfel).

Allerdings ist nicht jeder mit mir einer Meinung. Zwar gilt grün gemeinhin als beste Sorte, aber über die Zweitbeste gehen die Meinungen auseinander. Deshalb bitte euch einen kleinen Disput zu schlichten: Was ist die zweitbeste Sorte Wassereis?
Zeigt Cadi, dass ich Recht habe, die Umfrage findet ihr wie immer unter der Navileiste.

haut rein,
dave
3.7.06 00:16


Es ist noch nicht vorbei!

Nachdem bislang nur die Fanartikelhersteller von den zahlosen deutschen Fans profitiert haben, werden jetzt auch Taschentuchfabrikanten jubilierten, Deutschland weint. Trauer und unendliche Verzweifelung senken sich nach der Niederlage gegen Italien über das Land... Der Halbfinalgegner war zu stark, war gewitzter, hatte das „Quäntchen Glück“, ist am Ende verdient ins Endspiel eingezogen, dass muss der Fairness halber angemerkt werden.

Doch Deutschland hat nicht nur die beste WM organisiert, die die FIFA je erlebt hat, es hat auch seine beste WM seit dem letzten Titelgwinn 1990 gespielt. Das Team überzeugte bislang sechs Mal mit Weltklassefußball, nie gesehenen Offensivfesten und großer Fairness. Der Lastminutesieg über Polen, das grandiose Spiel gegen Ecuador, der Elfmeterkrimi mit einem überragenden Jens Lehmann (dem der Trainer völlig zu Recht den Vorzug gegenüber Extitan Kahn gegeben hat), all das sind Erinnerungen, die ewig bleiben werden. Und ob wir die Spiele zu Hause vorm Fernseher, live im Stadion oder auf einem der zahllosen Fanfeste erleben durften, spielt auch keine Rolle, die Stimmung war immer unvergleichlich gut.
Wir wären verdient Weltmeister geworden!

Auch wenn uns der ganz große Triumph verwehrt bleibt, ist es unsere Pflicht als Bürger der Fussballrepublik Deutschland die Mannschaft Jürgen Klinsmanns bis zum letzten Tag voll zu unterstützen, obwohl es nur um den ungeliebten dritten Platz geht. Diese Weltmeisterschaft mit ihren Höhen und Tiefen hat einen versönlichen Abschluss verdient.

Und was ist danach? Wird alles wieder so sein wie vorher? Nein, denn in zwei Jahren ist Europameisterschaft in unseren südlichen Nachbarländern Österreich und der Schweiz. Nein, denn die nächsten vier Jahre singen wir „54, 74, 90, 2010“. And the party goes on...

seid stark, haut rein,
dave
5.7.06 15:33


Das WM-Versteckspiel

Die Fußballweltmeisterschaft hat das Denken und Fühlen vieler Menschen in den letzten Wochen beherrscht (@Leene: Keine Angst, das wird nicht noch ein Fußballeintrag). Die Deutschen fieberten mit der Mannschaft und vergaßen praktisch alles um sich herum. Diese Chance, mal so richtig Scheiße zu bauen, ließ sich Deutschlands großkoalitionäre Regierung natürlich nicht entgehen. Erst nach der Niederlage gegen Italien haben viele Bürger den Kopf wieder frei und sehen, was Scharz-Rot beschloßen hat.

Über die Gesundheitsreform mit Beitragssteigerung und ohne Steuerfinanzierung (was eine enorme Belastung für die Wirtschaft bedeutet), brauchen wir gar nicht erst zu reden. Vielmehr möchte ich das Augenmerk auf die am Tag des Argentinienspiels beschloßene Föderalismusreform. Hinter dem Wort verbirgt sich die Neuortnung der Kompetenzen(-Kompetenzen) von Bund und Ländern. Diese Reform ist die größte Änderung der Verfassung von 1949. Inhaltlich sollen die Länder bei weniger Bundesgesetzen im Bundesrat dazwischenfunken können. Damit soll der Gruppe der Grusel-Unions-Ministerpräsidenten um Koch und Stoiber Mitspracherechte genommen werden. Damit sie der Reform aber trotzdem zustimmen, hat der Bund sich ab jetzt aus der Schul- und Kulturpolitik völlig herauszuhalten, was im Klartext bedeutet, dass die Schulministerin nicht mal Geld an besondere Schulprojekte geben darf ohne das zuerst über die Landesregierungen laufen zu lassen. Noch bekloppter: Landesregierungen haben in den Bereichen, wo sie vorher Gesetze im Bundesrat blockieren konnten, jetzt das Recht von diesen Gesetzen abzuweichen . Wenn der Bund ein Gesetz beispielweise in der Umweltpolitik erlässt darf ein Land, sagen wir Niedersachsen sagen, das gefällt uns nicht, wir machen ein eigenes Gesetz. Warum soll der Bund überhaupt ein Gesetz machen, wenn ein Land es beliebig umgehen kann? Wo ist da der Sinn? Wissen die Leute, die diese Reform zu verantworten haben eigentlich, was es kostet überhaupt ein Gesetz auszuarbeiten? Ich dachte, Deutschland hätte kein Geld, das kann ja wohl so nicht stimmen.

Anstelle überteure Bürokratie zu schaffen, sollte sich die Politik vielmehr fragen, wofür brauchen wir 16 Bundesländer? Weite Teile Ostdeutschlands, sowie Berlin sind dch im Prinzip zahlungsunfähig und betteln jetzt bei anderen Ländern um Geld. Wir können uns einfach keine 16 Landesverwaltungen mehr leisten! Aber wenn man Länder abschaffen, beziehungsweise zusammenlegen will, muss man ja wieder die Ministerpräsidenten fragen. Und welcher Landesvater stimmt schon zu, wenn sein Land aufgelöst wird und er dadurch seinen Jab, seine Macht und sein Stimmrecht im Bundesrat verliert? Vor einigen Monaten gab es in Sachsen-Anhalt einen Ministerpräsidentschaftkandidaten (ein Scheißwort!), der tatsächlich vorgeschlagen hat, sein Land aufzulösen. Herr Bullerjahn (heißt wirklich so) von der SPD hat die Wahl verloren.

haut rein, dave

7.7.06 14:51


"Ich bin der alte Baum..."

Als Kind habe ich, wie viele Kinder Hörspiele gehört. Zwar gehörten auch die klassischen Hörspiele „Benjamin Blümchen“ und später „die drei ???“ zu meinem Fundus, doch meine Lieblingskassetten waren immer die Abenteuer von „Sauri, dem kleinen Dinosaurier“.
Noch immer beschwert sich mein vater darüber, dass vor nunmehr zwölf Jahren schon zu nachtschlafender Zeit billiges Retortengedudel („Didummdadedumm Didummdadedumm Didummdadedumm“) durch Haus dröhnte und dann eine Stimme sagte: „Ich bin der alte Baum und ich stehe schon seit 125 Millionen Jahren hier an dieser Stelle. Ich habe auch schon die Zeit erlebt, als die Dinosaurier die Erde beherschten...“

Als ich vor einer Woche mein Zimmer umgeräumt habe, fand ich zufällig einige der Kassetten wieder und beschloss mir eib paar Kindheitserinnerungen zurückzuholen (fast wie Brausepulver). Es war schrecklich. Die Geschichten um Sauri spotten jeder Beschreibung. Sauri lebt mir seiner Familie im großen Sumpf. Sein Vater heißt Saurus, seine Mutter Saura und seine Schwester Sauria. In einer Folge trifft er in der kleinen Bucht ein Familie Wassersaurier, die heißen Lurchi und Lurchia (die Kinder), Lurchus und Lurcha (die Eltern). Das Problem ist, dass er um seine Freunde zu besuchen, durch eine Schlucht mit unausprechlichem Namen muss, in der Tyranosaurus Rex lebt, der aber schon sehr alt ist und bei der Jagd von seinem dämlichen Neffen Tyrus, genannt die Schreckensklaue unterstützt wird. Schließlich gibt’s noch Sauris besten Freund Fleddi, einen ungemein nervigen Flugsaurier („Achtung: Sturzlandung!“) und den alten Baum, der allen mit Rat und Tat zur Seite steht und die Geschichte erzählt.
Man schreit sich weg vor Lachen, wenn Sauri durch die Gegend marschiert (zur Vulkaninsel?) und dabei dämliche Lieder singt.
Besonders idiotisch wirds, wenn Tyrus versucht, Sauria zu fressen. Er kriegt fast immer Nasenbluten. Einmal legt sich das Weichei von Raubsaurier sogar mit einem Triceratops, eim gehörnten Saurier mit Rückenpanzer an, der der menschlichen Sprache nicht mächtig ist. Damit der Hörer sich den Kampf forstellen kann, erzählz Tyrus vollkommen ungezwungen den Kampf: „Spüre meine Messerscharfe Klaue! ... Was ist das? Er spürt sie ja gar nicht! Ich hab wohl seinen Rückenpanzer erwischt. ... Au Au, er spießt mich auf mit seinem riesigen Horn (!) Au, ich blute ... Hilfe, Onkel Tyrannus ... au, ich blute überall!“
Tyrannosaurus Rex antwortet darauf: „Heul doch nicht, dummer Kerl!“

Außerdem unterlaufen der Serie dumme Fehler, offensichtlich gehen die Autoren davon aus, dass Wesen, die vor Millionen Jahren ausgestorben sind, auch Millionen Jahre alt gewesen sein müssen. Folglich ist der kleine Sauri schon 1000 Jahre alt! Naja, auf jeden Fall ein großer Spaß, die Klänge seiner Kindheit noch einmal zu hören.

haut rein,
dave
10.7.06 23:20


Ihr Schweine!

Ihr, meine Leser, seid nicht bereit, die zweitbeste Wassereissorte zu wählen. Nunmehr zehn Tage nach Umfragebeginn entfallen auf weiß, rot, orange und braun jeweils genau 25% der abgegebenen Stimmen. Dieses preziese Unentschieden kann bei den tausenden Umfrageteilnehmern als wahres Wunder eingestuft werden, aber eine klare Antwort ist es trotzdem nicht. Ohne einen Sieger beende ich diese Umfrage und danke jenen, die für "braun" gevotet haben.

haut rein,
dave
13.7.06 17:50


Sommerstimmungskiller

Wer gerade gute Laune hat, dem empfehle ich, diesen Eintrag nicht weiter zu lesen, denn jetz ist Schluss mit lustig und ich werde die Leser, die, wahrscheinlich vom Sonnenschein-35°-Wetter begünstigt, in Hochstimmung sins, auf den Boden der gruseligen Tatsachen zurückholen.

Die Fußball-WM ist jetzt endgültig vorbei, Schwarz-Rot-Gold wurde weitesgehend eingeholt, so wie deutsche Bürger von der Realität eingeholt wurden. Der Alltag hat uns (fast) wieder. Gestern eine Gruselwelle, auch bekannt als Tsunami, in Indonesien: mehrere Tausend Opfer in Java, auf dieser Insel ist 2006 (bis jetzt) erst ein Vulkan ausgebrochen und hat ein Erdbeben stattgefunden, ein Tsunami, war genau das, was den Leuten noch fehlte (der letzte liegt schließlich schon anderthalb Jahre zurück).
Letzten Freitag ließ die Bundesregierung es sich und das Land Mecklenburg-Vorpommern 20 Mio € kosten, Schorsch Doppel-Bush, seines Zeichens gruseliger US-Präsident, ein gegrilltes Wildschwein vorzusetzen.
Dieselbe Regierung hat noch vor der Sommerpause die gruseligste Gesundheitsreform der Geschichte beschloßen (Zimmerbrand! berichtete).
Weitere Gruselereignisse werfen ihre beängstigenden Schatten voraus: Israel hat angefangen, die Infrastruktur seines Nachbarn Libanon um 40 Jahre zurückzubomben (Angaben eines israelischen Militärs), weil die gruselige Schiitenorganisation Hisbollah, die den Süden des Libanon kontrolliert zwei israelische Soldaten entführt hat und das Land mit Raketen beschießt. Da die Hisbollah von Syrien und dem Iran unterstützt wird, kommt auf die Region wohl ein größerer Konflikt zu, als die lächerlichen Besatzungsverbrechen, die an Palästinenser in Gaza und Westjordanland begangen werden (und die Terrorakte gegen Israel, die Folge dieser Verbrechen sind).

Um eurer guten Laune jetzt einen Todesstoß zu versetzen: heute in drei Wochen ist der letzte Ferientag. Dann geht die Gruselschule wieder an, für mich in der gruseligen Sekundarstufe II. Ich bin sicher, bis dahin wird das Wetter wieder schlechter, ich habe so eine Ahnung, dass die überaus gruselige Klimaveränderung für uns überraschungen wie Wirbelstürme und Ähnliches bereit hält (kein Witz: vor ein paar Wochen warnte der Wettermann von RTL vor Tornado im äußersten Westen Deutschlands und vor einiger Zeit gab es Duisburg tatsächlich einen solchen Sturm).

Aus all diesen Problemen könnte man ohne Probleme einen mittelklassigen Horrorschocker machen, bin ich aber zu faul für, denn ich hab Ferien und muss chilln.
haut also auch rein,
dave
18.7.06 22:19


Die Geißel des Sommers oder Unsere gefiederten Freunde

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der deutschen und den meisten anderen europäischen Sprachen ist die Groß- und Kleinschreibung. Fast nirgendwo sonst schreibt man alle Substantive groß. (Dänemark schuf die Groß/Kleinschreibung nach dem Zweiten Weltkrieg ab, um Ähnlichkeiten mit der Sprache der ehemaligen Besatzer zu vermeiden.) Allerdings scheitern alle Überlegungen, die Großschreibung von Substantiven abzuschaffen an dem Satz „Helft den armen Vögeln“ beziehungsweise „Helft den Armen vögeln“. Je nachdem, ob man nun armen oder vögeln groß schreibt erhält der Satz eine völlig neue Bedeutung.
Erschreckender Weise war das der beste Gag den man über unsere Sprache machen kann, ohne das Wort Rechtschreibreform zu gebrauchen. Aus diesem Grund wenden wir uns nun oben erwähnem Federvieh zu:

Vor einigen Tagen beobachtete meine Mutter ein hochinteressantes Phänomen. Auf dem großen Kastanienbaum in meiner Nachabrschaft trafen zur selben Zeit aus allen Richtungen (es handelte sich also nicht um einen Schwarm) große Mengen Vögel ein, augenscheinlich Raben. Sie schnatterten wild und laut durcheinander, um den Baum anschließend wieder in unterschiedliche Richtungen zu verlassen. Woher kamen diese Vögel alle zur gleichen Zeit? Und hinzu kommt die Frage nach der großen Anzahl, denn soo viele Raben gibt es in Heeren wohl nicht. War diese „Versammlung“ geplant?
Einige Raben sind allerdings tatsächlich in der Lage große Zeiträume abzuschätzen: Eine nordafrikanische Rabenart weiß nach einem bestimmten Zeitraum, dass eine zuvor versteckte Mahlzeit verdorben ist und holt sie nicht mehr hervor. Einige Forscher halten zumindest diese Rabenart für intelligenter als Menschenaffen, die nicht in der Lage sind, das Verfallsdatum von Speisen zu berechnen.

Es gibt allerdings auch saublöde Vögel, die keine innere Uhr besitzen und sich stattdessen lieber auf die Sonne verlassen. Und diese Sorte ist neben der Hitze der Hauptgrund, warum man im Sommer nicht ordentlich schlafen kann. Geht die Sonne auf – und das ist im Moment vor halb 6, beginnt der Vogel, der eine Stimme hat ungefähr so laut und schräpig wie die Michael Jacksons, sein „Lied“. Das klingt verdammt nach einem billigen monophonen Handyton (ist es vermutlich auch). Er wiederholt es alle 5 Sekunden. Und zwar bis 10 Uhr. Dann geht das Drecksvieh offensichtlich wieder schlafen. Attentate auf den Ruhestörer schlugen bis jetzt immer fehl, wohl auch, weil der übrigens winzige Vogel von der Krone des höchsten Baums unseres Gartens herabsingt. Dort ist der Feigling vor Katzen und Steinen geschützt. (Ich würde nie einen Vogel mit Steinen bewerfen, dazu bin ich viel zu faul.)

nja, es ist spät und in drei Stunden werd ich von einem gefiederten Arschloch geweckt
haut rein,
dave
22.7.06 01:49


"Tausend Mal berührt..."

...und einiges ist passiert!



Heute begrüßt Zimmerbrand! seinen tausendsten Besucher. 1000 Mal haben in den letzten drei Monaten Menschen die Domain www.zimmerbrand.de.vu in ihren Browser eingetippt. Ganz nebenbei feiert das Blog in diesen Tagen vierteljähriges Bestehen.

Doch ich möchte noch einmal zurückblicken, auf die letzten Wochen, in denen die Texte auf diesen Seiten Themen begleiteten wie die Fußballweltmeisterschaft, den Nahostkonflikt und Brausepulver. Ich durfte hier die wunderbare Theatergruppe Tacheles vorstellen (deren neuestes Stück wenige Wochen nach Schuljahresbeginn Premiere feiern wird) und immer wieder mit Genuß über gruselige Lehrer ablästern. Und in diesem Stil wird es auch weitergehen. Zwar sind die Einträge in den letzten Wochen seltener aktualisiert worden, das hängt aber mit dem warmen Wetter zusammen und mit dem hohen Chillfaktor dieser Ferien. Demnächst also wieder häufiger Neues von Dave.
Möglicherweise werde ich auch das abgestande und (zurecht) mehrfach kritisierte Design dieser Seite umkrämpeln, das wollte ich eigentlich schon längst getan haben, konnte mich aber bis jetzt nicht aufraffen (ich möchte auch hier Sommermüdigkeit als Begründung vorschieben).

Dank an alle, die das lesen, an jene die ins Gästebuch schreiben und an jeden, der an Umfragen teilnimmt.

haut also weiter fleißig rein,
dave
25.7.06 19:34


Es gibt Gründe sich aufs Ferienende zu freuen!

Mein Gott, hab ich das grade echt geschrieben? Es gibt hoffentlich eine alttestamentarische Regel nach der ich jetzt völlig zu Recht gesteinigt werden muss...

Allerdings habe ich wirklich ein paar Gründe mich aufs Ferienende zu freuen, auch wenn nicht alle direkt mit der an sich traurigen Tatsache zu tun haben, dass die unterrichtsfreie Zeit dann endet.
Zunächst einmal existiert natürlich auch bei mir eine Art feudige Aufgeregtheit bezüglich des Eintritts in die Oberstufe. Ich bin sicher, dass sich dieses Gefühl nach einer Woche Unterricht wieder gelegt haben wird und dann nur noch quälende Langeweile bleibt. Naja andererseits kann man dann auch die Forderung einiger Politiker, die sich während der Sommerpause in den Fordergrund spielen wollen, erfüllen und eine Siesta einführen. Gut, vielleicht nicht um die Mittagszeit, sondern mehr von 8:15 h bis wenn ich Schulschluss hab, aber der Volksgesundheit kann's nur guttun, wenn ich 34 Stunden pro Woche weggesperrt bin.

Ein weiterer Grund zur Freude ist sicher die fast zeitgleich beginnende Bundesligaspielzeit. Schalke wird dieses Jahr Meister, denn wir wolen ja nicht über "fifty years of hurt" singen müssen bevor "football home comet".

Außerdem wird meine 2000er DSL-Flat zum Ferienende bereitstehen, dann macht mir auch schlechtes Herbstwetter nichts aus.

Mit dem Wiederbeginn der Schule werden auch meine momentan irgendwo zwischen Miami und Shanghai verstreuten Freunde aus ihrem Urlaub zurückkehren, was bedeutet, dass endlich wieder Leben in die (Kreis-) Unnaer Bude kommt.

Wem diese Argumente für einen fröhlichen Einstieg ins neue Schuljahr nicht reichen, der hat Pech. Ich jedenfalls bin gut drauf, gehe grinsend ins Verderben und freue mich jetzt schon darauf, wieder über Grönhagen schreiben zu können.

haut rein,
dave
29.7.06 21:09





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