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Tanz in den Mai

Der Tanz in den Mai in der Nacht zum 1.5. ist eine alljährliche Tradition, die man gerne pflegt. Man feiert mit Vorliebe auf Dörfern, meist mit Feuer, Grillen, Grölen und Alkohol. Zu dieser Tradition sagt das Onlinelexikon Wikipedia:

Das Hexenfeuer (auch Maifeuer, Tanz in den Mai genannt) wird in weiten Teilen Deutschlands gefeiert. Dazu wird am 30. April ein Feuer entfacht, mit dem man "die bösen Geister" vertreiben will.
Dies wird bis spät in die Nacht gefeiert.*


Naja, an Hexenverbrennung und böse Geister hab ich Sonntag in Lünern eher nicht gedacht. Geben wir es doch zu, der Tanz in den Mai ist einer dieser, vor allem im Frühsommer vorkommenden, Feste, die vielen als Vorwand für wüste Besäufnisse dienen. In diese Reihe gehören auch Stadtfeste, Schützenfeste, Silvester, Kirmes, Christi-Himmelfahrt/Vatertag/Vaddertach/Bollerwagentach. Neben diesen allgemeinen Vorwänden gibt es natürlich auch die privater Natur, beliebtes Beispiel an das sich einige noch erinnern werden: „wir treffen uns und gucken das Filmmaterial von der Klassenfahrt“

Allerdings soll nicht der Eindruck aufkommen, ich hätte was gegen solche Vorwände... Es gibt nichts „geselligeres“ als Dorffeste. Dabei entstehen immer wieder zitierenswerte Sätze wie „Ich kann noch alleine laufen... Du trägst das Gewicht nur, weil du größer bist als ich.“ Alles klar.

Ich bin etwas abgeglitten. Eigentlich wollte ich in diesem Eintrag nur deutlich machen, dass ich trotz des mäßig guten Wetters am Sonntag Spaß hatte und die Lünerner Wirtschaft mit einer großen Summe Wertmarken angekurbelt habe. Ich werde im nächsten Jahr (wie auch im letzten) wieder da sein.Nebenbei grüße ich all die „geselligen“ Leute, die mit mir gefeiert haben. An deren Namen kann ich mich – soweit ich sie überhaupt gewusst habe – leider nicht erinnern oder sie wollen anonym bleiben.

Apropos Wetter: Mit dem Tanz in den Mai feiert man ja auch den Beginn der Jahreszeit ohne Schnee oder sonstige unangenehmen Himmelserscheinungen, in die eben die ganzen Feste fallen. Sie geht noch bis Ende der Sommerferien und wird (entschuldigt den „banalen/informal Style“ ) geil!

Apropos Wetter2: Morgen kriegen wir 25°C!

Das war eigentlich alles nur mäßig interessant und ich entschuldige mich bei allen Lesern, die intellektuelle Großleistungen erwartet haben oder wenigstens darauf gehofft haben, dass das bisherige Niveau gehalten wird. Nächstes Mal wird’s wieder besser.

haut rein,
dave

*Kursiv gesetztes ist ein Zitat aus dem Artikel "Walpurgisnacht" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
2.5.06 17:01


Dave redet (über) Tacheles

Da hab ich aber ein tolles Wortspiel gemacht ! Doch nun zu wesentlichen Dingen:

TACHELES LIVE ON STAGE: Sa. 20.5.2006 18:30 Uhr

Endlich habt ihr wieder die Möglichkeit, die grandiose Improtheatergruppe in Bestbesetzung auf der Bühne zu sehen. Doch zunächst will ich hier ein paar Auskünfte über Tacheles geben, damit ihr wisst, was auf euch zukommt:
Tacheles ist eine Improvisationstheatergruppe an der Jugendkunstschule in Unna. Laut dem Internetauftritt dieser Institution spielen wir „nach dem Konzept des Improvisationstheaters, das seine Spielvorlagen aus den Lebenserfahrungen und Wünschen der Teilnehmer holt“. Das ist zwar nicht falsch, verschweigt aber das Wichtigste an Tacheles: Wir machen Spaß !
Einmal pro Jahr bringen wir ein Stück auf die Bühne, das wir in langen, harten Proben erarbeitet haben. Zuletzt sah man eine Märchenparodie und ein auf die Bühne gebrachtes „kriminalistisch-biografisches Sachbuch“ inklusive Schiffsuntergang und Eisangeln in Wisconsin. Diese Stücke sind kein Texttheater und auch wenn der Ablauf und die Story einstudiert sind, entstehen die besten Texte immer noch spontan und vor Publikum auf der Bühne – wir improvisieren live. Unser aktuelles Stück mit dem Arbeitstitel „Schnitzel geht immer oder Udo spackt ab“ [ist (noch) besser als es klingt] wird voraussichtlich im September Premiere feiern.

Tacheles' Auftritte gelten als kulturelle Großereignisse und werden in den Medien immer wieder gelobt.

Die JKS bietet Theatergruppen für alle Altersklassen an, von 5 bis 95. Tacheles hat Mitglieder zwischen sechzehn und neunzehn – größtenteils alte Hasen die schon seit einem Jahrzehnt auf der Bühne stehen. Ich stieß vor gut drei Jahren zu der Gruppe, nachdem ich vorher in einer anderen Gruppe gespielt hatte.

„Theatercafé“ mit Tacheles und Musik

Im Rahmen des Jugendkunstschul-Tages am 20. Mai, an dem Gruppen aus allen Bereichen, also auch Gestalltung und Musik, ihre Leistungen präsentieren, veranstaltet Tacheles ein „Theatercafé“. Hier werden Improspiele gespielt, bei denen auch das Publikum einbezogen wird. Für musikalische Untermalung sorgt eine Gruppe aus dem entsprechenden Bereich der JKS . Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über jeden Zuschauer und ich hoffe auch einige der geschätzten Leser im Publikum zu sehen.

20.5.2006: Tacheles im JKS-Theatercafé (18:30)

Weitere Informationen über die JKS und ihr Kursangebot findet ihr auf deren Homepage.

Auf überschwengliche Grüße an meine Tacheleskollegen verzichte ich hier, erinnere aber an die hier.

Hui, Selbstbeweihräucherung macht Spaß!

haut rein,
dave
4.5.06 21:30


Warum Bildungspolitiker intelligent sind

Bis jetzt bin ich immer davon ausgegangen, dass Bildungspolitiker die dümmsten Menschen dieses Planeten sind und in besonderer Weise jene in NRW.

Sie sind verantwortlich für ein Schulsystem, in dem Grundschullehrer 9-Jährigen an der Nasenspitze ablesen müssen, ob sie mit 16 in der Lage sein werden, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Ein System, das nicht nur wegen der weltweit frühesten Verteilung auf unterschiedliche Schulformen eines der unerfolgreichsten überhaupt ist. Laut internationalen Studien werden hier stärker als überall sonst in der westlichen Welt sozial schwache Kinder übervorteilt.
Ich will hier nicht mit den allgemein bekannten Pisa-Ergebnissen und dem unsinnigen und widersprüchlichen neuen Schulgesetz langweilen (darin wird Eltern zwar auf der einen Seite mit Aufhebung der Grundschulbezirke die freie Grundschulwahl zugebilligt, was nach Expertenmeinung in verstärktem Maße zu „Gettoschulen“ führen wird, auf der anderen Seite wird ihr Einfluss auf die Verteilung der Kinder auf Gymnasien, Haupt- und Realschulen beschnitten), das ist auch gar nicht nötig um das Existenzrecht von Hauptschulen anzweifeln. Hauptschulen haben einen überproportionalen Anteil an gewalttätigen Schülern und solchen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Darum gelingt auch vielen der bemühten und lernwilligen Schülern der Abschluss nicht. Und selbst wer einen Hauptschulabschluss erwerben kann, hat auf dem Ausbildungsmarkt kaum Chancen (an der Rütli-Realschule in Berlin, die kürzlich Schlagzeilen machte, hat im Abschlussjahr 05 von den wenigen Schülern mit Abschluss kein einziger einen Ausbildungsplatz finden können). Wenn ein Hauptschulabschluss nichts wert ist, ist es schwer, jemanden dazu zu bringen, ihn zu erwerben. Um das Schulsystem zu retten müssten Haupt- und Realschule zusammengelegt und die Grundschulzeit um zwei oder drei Jahre verlängert werden.

Man kann also mit Fug und Recht annehmen, im Bildungsministerium säßen nur Idioten. Aber bis zum 15.5. muss ich mich mit dem Gegenbeweis herumschlagen: der gymnasialen Oberstufe. Ich muss meine Kurse für die 11 zusammenstellen und deshalb die Regeln und Vorgaben für die nächsten drei Jahre Schule (meine letzten!) begreifen. Das bedeutet, in einem hochkomplexen Regelwerk durchzusteigen.
Das dafür verantwortliche Ministerium kann nicht dämlich sein, zumindest nicht, wenn es die eigenen Regeln versteht, denn die lauten zum Beispiel: „Unter den vier Abiturfächern muss entweder Deutsch oder Mathematik oder eine aus der Sekundarstufe I mitgeführte Fremdsprache sein. Ist Deutsch erstes Leistungskursfach muss sich unter den vier Abiturfächern Mathematik oder eine Fremdsprache – aus der Sekundarstufe I fortgeführt oder in der Jahrgansstufe 11/I neu einsetzend befinden.“ Zwei solcher Sätze kann man vielleicht noch verstehen, aber ein 40-seitiges Infoheft in diesem Stil?
Wenn ihr das kleine Beispiel gelesen habt werdet ihr euch fragen, „was interessiert den die Abiturfachwahl, der muss doch nur seine Kurse für die 11 wählen“. Naja, aber die Festlegung, schriftlich/mündlich in der 11 hat Einfluss auf die Möglichkeiten der Abiturfachwahl! Aber was ist, wenn man nach 11/I schriftlich/mündlich wechselt?
Welchen Wert hat das Fach Informatik? Es ist mehr oder weniger Teil des „naturwissenschaftlich-technische Bereichs“, hat aber bei der Schwerpunktsetzung nur untergeortnete Bedeutung.
Alle Klarheiten beseitigt?

Ich hab meine Wahl mitlerweile getroffen (vorsichtshalber kein Informatik ) und sie ist sogar regelkonform!

haut rein,
dave
6.5.06 16:27


Wir wollen JETZT Abschied nehmen

Bald endet das Schuljahr und deswegen kommt Vorfreude auf die Sommerferien auf . Für mich und einige andere endet damit auch das Herumgehänge in Sekundarstufe 1. Doch in die positiven Gefühle in Bezug auf 6½ Wochen ohne Schule und die darauffolgenden Veränderungen mischt sich Wehmut: Der Abschied von unserem unglaublich beliebten Klassenlehrer Herrn K. (ich fahr einfach wieder mit vielsagenden Abkürzungen fort, siehe "Das Leiden mit Herrn G." ) steht bevor. Was werden wir nur ohne den Mann machen, der uns zwei Jahre auf dem Weg in die Oberstufe mit viel Einsatz und Engagement begleitet hat? Uns allen wird der letzte Klassenlehrer unserer Schullaufbahn in guter Erinnerung bleiben (womit die Hoffnung verknüpft ist, ihn nicht in Sek 2 wiederzutreffen, was die Erinnerung unangenehm auffrischen könnte ).

Dieser erste Absatz triefte – jeder, der Herrn K. kennt wird’s gemerkt haben – vor Sarkasmus. „Warum mag der Dave den Herrn K. denn nicht?“ Nun der Englischversager (Lieblingswort: Methodenheft ) hat nach zwei Jahren Klassenleitung der 9/10a eine beeindruckende Statistik:
Für Klassengeschäfte verwannte Unterrichtszeit (geschätzt): 90 min
Ausflüge: 1,5 (ins Kino und ins „Café im Kurpark“)
Weitergabe von uns betreffenden Informationen an uns: lückenhaft
Auftreten (subjektive Meinung von 24 Schülern): arrogant
Interresse an seinen Schüler (siehe „Auftreten“): keins
Teilnahme an Klassenfahrt nach Berlin: nein


Diese Fakten beweisen: K. ist ein schlechter Klassenlehrer. Dass auch sein Englischunterricht zu wünschen übrig lässt, will ich mit dem Ergebnis der letzten Klassenarbeit belegen (die immer einstündig geschrieben werden, weil K. zu faul ist, einen Text von mehr als einer Seite Länge zu korrigieren), in der der Notendurchschnitt unmittelbar über 4,0 lag und nur eine Arbeit besser als befriedigend war.

Ich habe oben schon erwähnt, dass K. sich zu fein war, uns nach Berlin zu begleiten, ich möchte noch hinzufügen, dass wir ohne jede Hilfe von seiner Seite die Fahrt organisieren mussten, wobei unser Dank an Herrn Laarmann gilt, der sich bereit erklärte die Fahrt zu leiten und vorzubereiten und damit Berlin 2006 überhaupt erst möglich machte. Für die Organisation nicht nur der Klassenfahrt, sondern auch anderer Ereignisse, wie beispielsweise des Sozialpraktikums in Jahrgangsstufe 9, waren wir darauf angewiesen, dass andere Lehrer uns Unterrichtszeit zur Verfügung stellten, denn Herr K. war nicht bereit, seine Aufgaben als Klassenlehrer zu erfüllen.
Die angenehmste Stunde mit K. war übrigens die unmittelbar vor Berlin 2006. In sichtlicher Vorfreude auf unsere einwöchige Abwesenheit erzählte er uns Annekdoten über seinen Amerikaaufenthalt.

Auch wenn es dafür eigentlich noch zu früh ist, möchte ich an dieser Stelle sagen: „Auf Wiedersehen, Herr Kautz und danke für die schöne Zeit. Wir werden immer an Sie denken. Eine Einladung für unser Zehntes-Schuljahr-Abschluss-Grillen kriegen Sie jedenfalls nicht, aber ich finde, wir sollten Sie für irgendeine albern-peinliche Verarsche beim Abisturm in drei Jahren vormerken.“ (hier gibt's leider keinen winkenden Smiley)

Noch 26 Tage bis zu den Ferien,
haut rein,
dave
10.5.06 16:12


Making Of A Synchro-Verarsche

Seit inzwischen zwei Jahren interessiere ich mich fürs „Erstellen von Filmen“. Alle Projekte, die vor Sommer '05 entstanden, sind wegen des technisch niedrigen Niveaus und des teils höchstskurrilen Inhalts nicht vorzeigbar.
Doch vor einem Jahr hatte mein Kollege (Klein-)Gally die glorreiche Idee, die alten Star Wars Filme (1977-1982) zu synchronisieren und kräftig durch den Kakao zu ziehen (höflich ausgedrückt).
Begeistert von dem Gedanken machte ich mich sofort an das Konzept. Zu Beginn waren nur zwei Dinge klar: Erstens: die Eigenschaften der meisten Figuren sollten ins Gegenteil verkehrt werden. Und zweitens: Darth Vadér (meine Rolle) sollte mit französischem Akzent sprechen. Jetzt musste mir nur noch eine sinnvolle Story einfallen und außerdem musste eine Welt kreiert werden, in der diese spielen konnte.

Eine der größten Merkwürdigkeiten in den alten Star Wars Filmen sind die Rebellen, die zwar für Recht, Freiheit und Demokratie kämpfen, aber von einer Prinzessin angeführt werden. Um diese Ungereimtheit zu beseitigen machten wir aus den Rebellen die „Monarchisten-Mafia“, eine royalistische Kampforganisation. Prinzessin Leia wurde zu einer größenwahnsinnigen, selbstverliebten, Massenmörder-Möchtegern-Diktatorin.

Eine weitere Idee, die mir kam, war es, Rap in die Filme einzubauen und natürlich ordentlich zu veralbern. Hierzu machten wir aus den Jedirittern, den Kämpfern für das Gute, „HipHopKrieger“. Diese hatten zu Zeiten der korrupten Monarchie auf Seiten der Könige „gebattled“. Den alten Jediritter Obi Wan (in unserer Version Obi Wahn) war nach den Kriegen vor zwanzig Jahren auf einen Wüstenplaneten verbannt worden, wo er seither die wenigen Einwohner mit Drogen versorgt. Verantwortlich für seine Verbannung ist Darth Vadér, früher selbst Rapper, wechselte er die Seiten und sorgte für Obi Wahns Niederlage. Der plant nun seine Rache an Darth, was am Ende des ersten Films zu hammergeilen Showdown führt.

Bei seinem Feldzug gegen das Gute bedient sich Obi Wahn des dämlichen Dorftrottels Luke Happyness; seines besten Kunden, des argabhängigen Roboter C3PO; und des schwulen Piloten Hanna Solos (vortrefflich die Darstellung von Harrison Ford und die Synchronisation von Tomsen ).

Um der Story noch zusätzlichen Pfiff zu geben, versuchen alle eine Genveränderung zu entschlüßeln, die einem lebenslange Glückseligkeit garantiert.

Das klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich wirr - ist es auch - aber die Filme sind, wenn man sie sich anschaut gut verständlich.

Natürlich wäre es verdammt viel Arbeit, einen zweistündigen Film zu synchronisieren, daher haben wir ein wenig gekürzt. Der erste Teil „unserer“ Saga („Episode XXX: Higher, Härter, Herzerwärmender“, September 2005) hat 32 Minuten Länge, der zweite („Episode XXL: Die Rache des Obi Wahn“, Dezember 2005) 41 Minuten Spielzeit. XXL ist technisch auf wesentlich höherem Niveau als sein Vorgänger und enthält außerdem Lukes Ausbildung zum Rapper und eine – wie ich finde – schön karrikierte „Ich-bin-dein-Vater-Szene“.

Wer diese (nur aus privaten Gründen, ohne kommerzielle Interessen hergestellten) Filme haben will, kann sich an mich oder eines der Teammitglieder wenden. Ihr erhaltet die Filme auf einer DVD mit dem Making-Of zu Episode XXL als Bonusmaterial. Der dritte Teil („Die Letzte Episode: It's Partytime“) befindet sich in Arbeit und wird voraussichtlich im Sommer erscheinen. Hier werden wir auch unsern allseits bliebten Lehrer („Mit sechzig Sonnen seid ihr dabei“), die Kröte zum Thema haben. Auch in den ersten beiden Filmen kommt Insiderhumor nicht zu kurz, wobei er nie aufdringlich wirkt.

Das wieder sehr viel Eigenlob, sorry.
haut trotzdem rein,
dave
12.5.06 18:26


Umfrage

Einige werden sich erinnern, vor einiger Zeit hab ich hier einen Eintrag über die Grausamkeiten des deutschen Fernsehens geschrieben.
Ich kam zu dem Schluss, das schrecklichste Programm der Welt sei "AstroTV". In einer Umfrage (unter der Navileiste) bitte ich um eure Meinung, was ist wirklich das mieseste im TV?

Danke, haut rein,
dave
14.5.06 21:10


Grinseköppe zum Vorzugspreis

Seit einigen Monaten häufen sich gute Nachrichten. Sowohl Institute, als auch die Bundesregierung sehen für 2006 einen satten Aufschwung kommen. Wirtschaftsverbände präsentieren positive Zahlen. Das Finanzministerium rechnet mit Steuermehreinahmen von 8,1 Milliarden €.

Was ist der Grund für diese positiven Entwicklungen? Die große Koalition? Wohl kaum, denn die Regierung Merkel hat bislang kaum Reformen vorangebracht, die die Wirtschaft stärken könnten. Lediglich eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre und die Erhöhung der Mehrwertsteuer wurden beschloßen. Mehr als psychologische Effekte auf kann die Regierungsübernahme von Schwaz-Rot also gar nicht gebracht haben.

Der Hauptgrund für den Aufschwung ist die Fußballweltmeisterschaft 2006. In wenigen Wochen sind 32 Nationen zu Gast bei Freunden (uns) und spielen um die Krone des internationalen Fußballs. Nebenbei werden die anreisenden Fans aus dem In- und Ausland viel Geld in Deutschland lassen. Auf dieser Aussicht und auf den durch die WM bedingten Aufträge für Unternehmen der Baubrange(Infrastruktur) fußt der aktuelle Aufschwung.

Die FIFA vermarktet die Weltmeisterschaft und alle Lizenzen. Offenbar sind die Einnahmen aus Ticketverkauf (über dessen Auswüchse könnte man einen ganzen Eintrag schreiben ) und TV-Geldern nicht hoch genug. Der Fußballweltverband achtet peinlich genau darauf, dass niemand FIFA Worldcub 2006 - A Time To Make Friends™ sagt, der nicht offizieller Sponsor ist. Kürzlich hat der Verband einen Prozess verloren, in dem es darum ging, ob es Bäckern verboten werden kann „WM-Brötchen“ zu verkaufen, wenn diese für die Buchstaben WM keine Lizenzgebühren bezahlen.
Übrigens: alle Wörter die in diesem Text vorkommen sind eingetragenes Eigentum von mir, wer eines dieser Wörten kommerziell verwendet muss an mich Lizenzgebühr in Höhe von 1000€ zahlen.

In meiner Heimatstadt Kamen wird während der WM die spanische Nationalmannschaft Quartier beziehen. In der Sportschule Kaiserau werden sich die Kicker auf ihre WM-Spiele vorbereiten. In Kamen hat die Ehrung, Gastgeber bei einer Weltmeisterschaft zu sein, einiges bewegt: In Kamens bislang trostloser Fußgängerzone wurden beispielsweise Bäume gepflanzt. Aber denoch hat die Stadt während der nächsten Wochen nicht das Recht, Flaggen mit dem FIFA-WM-Logo (ihr wisst, das mit den lustigen Grinseköppen ) aufzuhängen, denn sie kann sich die Lizenzgebühren nicht leisten. Die Spanier sind zu Gast bei Freunden, aber diese Freunde dürfen keine Flaggen aufhängen, wo das draufsteht! Statt dessen wird in Kaiserau die Fahne des Westfälischen Fußballverbands hängen. Auch schön.

All jene, die das Glück haben, eine WM-Karte ergattert zu haben, sollten sich vorsehen: Die FIFA plante nämlich, in den WM-Stadien das Bier eines amerikanischen Sponsoren auszuschenken. Die WM findet im Heimatland des Fußballgetränks Nr. 1 statt, da wo der Gerstensaft zu Hause ist, und die FIFA will die Brühe einer amerikanische Brauerei ohne Reinheitsgebot ausschenken! Der Untergang des Abendlandes steht bevor.

Aber all das ist ja vergeben und vergessen, wenn Deutschland Weltmeister ist.

haut rein,
dave
16.5.06 15:09


Zitate

Politiker reden häufig Unsinn. Wir erinnern uns mit Freude an den Wahlkampf 2005, als die heutige Bundeskanzlerin Merkel im ARD-Interview Brutto und Netto verwechselte und an die berüchtigte Elefantenrunde im selben Jahr mit einem wild gewordenen Schröder ("Lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf"). Altbundeskanzler Helmut Kohl wirkt heute wie ein einziger genuschelter Versprecher. Der Politiker mit Geschichtsdoktor sprach gerne von "deutcher Gechichte" und redete den französischen Präsidenten mit "Schack Schrak" an. Der mächtigste Mann der Welt, US-Präsident Schorsch Doppel-Bush, meinte vor einigen Jahren: "Zur Bekämpfung der Drogenproblematik müssen in Lateinamerika alle Kakaofelder niedergebrand werden."

Doch der unangefochtene König der gestammelten Bierzeltreden und verkorksten Talkshowauftritte ist Edi Stoiber. 2002 sprach er die Moderatorin Sabine Christiansen mit "liebe Frau Merkel" an. Er drohte - trotz Verbots der Todesstrafe - Blumen hinzurichten. Außerdem kann niemand so schön wie Edi 10 ähhs in einem Satz einbauen.

Weil schon soviele unsinnige Dinge gesagt wurden, habe ich eine Rubrik "Laber Keinen" eingerichtet. Hier kommen nicht nur Politiker zu Wort, sondern auch andere Prominente.

haut rein,
dave

PS: Aus aktuellem Anlaß weise ich noch einmal darauf hin, dass die Rechte an allen Texten auf dieser Seite - so sie nicht anders gekennzeichnet sind - bei mir liegen. Ohne meine außdrückliche Erlaubnis ist keinerlei Verwendung gestattet. (siehe "Impressum/Rechte)
22.5.06 17:51


Those were the best days of my life?

Man liest es vielleicht aus den Texten auf dieser Seite heraus: Bei mir stellen sich – wie bei vielen meiner Stufengenossen – langsam Anzeichen für eine abstrakte Sorge vor den Veränderungen nach den Sommerferien ein. Wir haben unsere Fächer gewählt, im August startet der Jahrgang 89/90 in die Oberstufe.
Was bedeutet das? Das Ende unserer Jugend? Immer öfter höre ich Sätze wie: „Die letzten Jahre waren so geil, wird das alles demnächst anders?“ Fängt also mit der 11 der Ernst des Lebens an? Wohl eher nicht. Denn erstens ist haben wir alle ja auch andere Beschäftigungen als Schule, die von dem Wechsel unberührt bleiben. Und zweitens ist die gymnasiale Oberstufe zwar kein Vergnügungspark, aber auch nicht das Ende aller Freuden (zumindest nach allem was man hört).
Im Gegenteil, viele spaßige Beschäftigungen kommen hinzu, dieses Wochenende veranstaltet die Jahrgangsstufe 11 des Schuljahres 06/07 ihre erste Stufenparty (zu der ich Drückeberger wie Bötti und Phil noch einmal auffordere zu kommen). Also ist die Überschrift dieses Eintrags falsch gewählt, treffender wäre „11, and the party goes on“.

Weitere Vorteile im neuen Schuljahr liegen auf der Hand: Kautz (hoffentlich) weg und nie wieder Chemie oder Bio. Apropos Fächerwahl, ich gebe hier meine Zusammenstellung bekannt (muss niemanden interessieren und sollte bloß nicht als Beispiel dienen):
Deutsch 3s
Latein (fortgesetzt) 3s
Englisch 3s
Französisch (neu) 4s
Kunst 3m
Sozialwissenschaften 3s
Geschichte 3m
Philosphie 3m
Mathe 3s
Physik 3s
Sport 3

Schließlich und endlich sollte der erfolgreiche Abschluss eines Schuljahres und 6½ Wochen Ferien (ich kann's nicht oft genug erwähnen) immer ein Grund zur Freude sein. Außerdem: wenn wir uns jetzt schon ins Hemd machen, nur wegen des Übergangs zur Oberstufe, was ist dann erst in drei Jahren nach unserem (Zentral-)Abitur? Dann geht es nicht nur um einen anderen Unterrichtsaufbau, dann geht es um das Ende der ganzen Schulkarriere.

Ich weiß, die Schrecken der Oberstufe (undenklich lange Klausuren, Nachmittagsunterricht und Deutschleistugskurse die von Höher und Krückeberg gegeben werden) hab ich hier kaum erwähnt, aber ich wollte im heutigen Eintrag auch mich und andere positiv auf die Oberstufe einstimmen.

Jetzt erst mal langes Wochenende, the party goes on,
haut rein,
dave
24.5.06 18:50


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